Fährverkehr: Stena-Line-Route Sassnitz-Trelleborg vor dem endgültigen Aus

Stena Line plant, die Route zwischen Sassnitz und dem schwedischen Trelleborg dauerhaft zu schließen. Grund seien nicht nur ausbleibende Passagierbuchungen im Zuge der Corona-Pandemie, sondern auch die andauernde wirtschaftliche Situation der Route insgesamt, teilt die schwedische Reederei mit. In letzten Jahren habe auch das Frachtvolumen auf sehr niedrigem Niveau gelegen.

Foto: Stena Line
Foto: Stena Line
Torsten Buchholz

Bereits am 14. März 2020 hat Stena Line die Route Sassnitz-Trelleborg bis auf weiteres eingestellt. Nun wurde der Planungsentscheid der Gesellschafter verkündet, wonach eine dauerhafte Schließung der Route inklusive Schließung des Check-In-Bereiches und des Bordershops in Erwägung gezogen wird. Hierzu und über die weitere Vorgehensweise hinsichtlich der Mitarbeiter befinde sich die Geschäftsführung in Gesprächen mit dem Betriebsrat, heißt es. Das Fährschiff Sassnitz soll zunächst weiterhin in Mecklenburg-Vorpommern warm aufgelegt und werde dann, je nach Ausgang der Gespräche, gegebenenfalls nach Schweden überführt werden.

Ron Gerlach, Trade Director und Geschäftsführer Stena Line Deutschland, sagt:

„Die Planungen zur Schließung der ‚Königslinie‘ Sassnitz-Trelleborg, eine der ältesten Fährrouten Europas, anzugehen, fällt uns sehr schwer – insbesondere im Hinblick auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir müssen davon ausgehen, dass sich die Passagierzahlen auf der Route auf absehbare Zeit nicht erholen werden und auch im Übrigen ein kostendeckender Betrieb nicht möglich ist. Daher sind die Schritte zur Planung der Routenschließung leider unausweichlich.“

Auf der Route Sassnitz-Trelleborg wurden in den vergangenen Jahren lediglich nur noch knapp 300.000 Touristen pro Jahr befördert. Der strategische Fokus von Stena Line, Fährverkehre für Passagiere und Fracht anzubieten, konnte hier in den vergangenen Jahren durch die sehr niedrigen Frachtvolumen und die Verlagerung eines Großteils der Bahnverkehre kaum noch aufrecht erhalten werden. Die Reisebuchungen sind als Folge der weiteren Ausbreitung des Coronavirus und den damit einhergehenden Reisebeschränkungen in verschiedenen Ländern drastisch zurückgegangen.

Printer Friendly, PDF & Email
Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »