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Europäische Kommission legt Winterprognose 2019 vor

Die Wirtschaft in Europa wird 2019 langsamer wachsen, vor Allem weil der Export schwächelt. Auch die Transportbranche sollte sich darauf einstellen.

Eine schwächelnde Exportwirtschaft könnte auf die Umschlagergebnisse der großen Seehäfen drücken. (Foto: Pixabay)
Eine schwächelnde Exportwirtschaft könnte auf die Umschlagergebnisse der großen Seehäfen drücken. (Foto: Pixabay)
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Christine Harttmann

Die Europäische Kommission hat ihre Winterprognose 2019 vorgelegt. Demnach dürfte die europäische Wirtschaft im siebten Jahr in Folge in allen Mitgliedstaaten wachsen. Die Analysten erwarten allerdings, dass sich dieses Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren verlangsamt. Für die EU-Mitgleisstaaten Deutschland, Italien und die Niederlande wird sogar eine deutlich geingeres Wachstum prognostiziert. Als Grund führt die von der Kommission veröffentlichte Studie globale Unsicherheiten an.

Valdis Dombrovskis, der in der Kommission zuständige Vizepräsident für den Euro und den sozialen Dialog, sieht dennoch keinen Grund zur Beunruhigung: „In allen EU-Ländern dürfte die Wirtschaft 2019 weiterwachsen, was mehr Beschäftigung und Wohlstand bedeutet. Dennoch haben wir unsere Prognose nach unten korrigiert, und zwar in erster Linie für die größten Volkswirtschaften des Euro-Währungsgebiets.“ Dombrovskis sieht externe Faktoren wie Handelsspannungen und die Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit in Zielmärkten als Grund. Unsicherheit schaffe außerdem die Möglichkeit eines ungeordneten Brexit.

„Sich dieser zunehmenden Risiken gewahr zu sein, ist Teil der Lösung. Sie vollends in den Griff zu bekommen, erfordert die richtige Kombination politischer Maßnahmen wie etwa Investitionsförderung, Intensivierung von Strukturreformen und eine umsichtige Finanzpolitik.“

Auch Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten, Steuern und Zoll, gab sich entspannt: „Nach dem Konjunkturhöchststand im Jahr 2017 dürfte sich das Wachstum in der EU im Jahr 2019 weiter auf 1,5 Prozent abschwächen.“ Insbesondere im Euro-Währungsgebiet werde der Wachstumsrückgang stärker ausfallen als erwartet.

„Dennoch sind Europas Fundamentalfaktoren nach wie vor solide und es gibt weiterhin positive Entwicklungen zu vermelden, insbesondere bei der Beschäftigung. Das Wachstum dürfte in der zweiten Hälfte dieses Jahres und im Jahr 2020 allmählich wieder anziehen.“

Schon in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres hatte sich das Wachstum abgeschwächt. Gründe hierfür sind, dass der Welthandel rückläufig ist, die Zuversicht wegen vieler Unwägbarkeiten abnimmt und in einigen Mitgliedstaaten aufgrund vorübergehender binnenwirtschaftlicher Faktoren die Produktion abnimmt. Infolgedessen ist das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sowohl im Euroraum als auch in der EU ebenso von 2,4 Prozent im Jahr 2017 auf 1,9 Prozent im Jahr 2018 zurückgegangen.

Zu Beginn des Jahres blieb die Konjunkturdynamik weiter verhalten, die fundamentalen Faktoren bewertet die Prognose dennoch günstig. Das Wirtschaftswachstum werde sich in abgeschwächter Form weiter entwickeln, so die Einschätzung. Nach der aktuellen Prognose wird das BIP im Euroraum 2019 um 1,3 Prozent und 2020 um 1,6 Prozent wachsen. Auch für die EU wurde die BIP-Wachstumserwartung heruntergeschraubt, und zwar auf 1,5 Prozent im Jahr 2019 und 1,7 Prozent im Jahr 2020.

Auch die Transportbranche wird sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen müssen. Der Ladungsmarkt könnte wieder schwieriger werden. Bereits jetzt deuten Branchenindizes, wie der erst vor kurzem veröffentlichte Transport Markt Monitor, darauf hin.  

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