Europa: Galileo-Satelliten auf falschem Kurs

Es sollte ein Leuchtturmprojekt werden. Doch jetzt musste das europäische Navigationssystem einen schweren Rückschlag hinnehmen.

Der Grund: Die am Freitag gestarteten beiden neuen Galileo-Satelliten (Transport berichtete) wurden von der russischen Trägerrakete auf der falschen Umlaufbahn ausgesetzt. Damit könnten sie für das Projekt unbrauchbar sein. Mit den beiden neuen Satelliten wollte die EU eigentlich einen weiteren Schritt in Richtung vollständige Betriebsbereitschaft des Programms gehen.

Die zuständige European Space Agency (ESA) erklärt auf ihrer Internetseite: „Nach der Bekanntgabe von Raketenbetreiber Arianespace, wonach es beim Eintritt der beiden Galileo-Satelliten in eine Umlaufbahn um die Erde zu Problemen kam, untersuchen derzeit die Teams aus Industrie und beteiligten Agenturen, die an der frühen Betriebsphase der Satelliten beteiligt sind, welche Auswirkungen diese Anomalien auf die Mission haben können." Beide Satelliten würden derzeit sicher vom Europäischen Satellitenkontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt aus kontrolliert und gesteuert. Weitere Informationen zum Status der beiden Satelliten werden nach einer ersten Analyse der Situation bekanntgegeben, heißt es weiter.

Diese Panne ruft auch die Europäische Kommission auf den Plan. EU-Industriekommissar Ferdinando Nelli Feroci forderte Aufklärung, ob und in welchem Umfang die Satelliten genutzt werden können.

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