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Eurogate: Terminalbetreiber mit leichtem Umsatzrückgang

Die Eurogate-Gruppe hat auf ihrer Jahrespressekonferenz am 3. April 2019 in Bremen ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. Danach verzeichnete sie bei einem Umsatz von 604,0 Millionen Euro einen Rückgang von minus 0,6 Prozent gegenüber 2017.

In Wilhelmshaven verzeichnete Eurogate wieder ein zweistelliges Umschlagwachstum | Foto: Eurogate
In Wilhelmshaven verzeichnete Eurogate wieder ein zweistelliges Umschlagwachstum | Foto: Eurogate
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Torsten Buchholz

Der Terminalbetreiber Eurogate erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss von 67,3 Millionen Euro. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr 2017, wo 85,2 Millionen Euro erreicht wurden, ein Minus von 20,9 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr. Dieser Rückgang gehe „im Wesentlichen auf Einmaleffekte zurück, die 2017 noch erheblich zum Ergebnis beigetragen hatten“, heißt es in einer Erklärung des Konzerns.

Insgesamt sei das Geschäftsjahr von den Auswirkungen der in den Vorjahren erfolgten Konsolidierungswelle innerhalb der Reederei-Allianzen geprägt gewesen, die für Eurogate auch positive Entwicklungen gebracht hätten. So hätte das Eurogate Container Terminal Hamburg konnte so im zweiten Halbjahr einen deutlichen Mengenanstieg verzeichnen und den Negativtrend der beiden Vorjahre umkehren können. Das Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven profitiere vom steigenden Einsatz von Großcontainerschiffen mit bis zu 23.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) Transportkapazität und verzeichnet im dritten Jahr in Folge ein zweistelliges Mengenwachstum.

Michael Blach, Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung erklärte:

„2018 war für Eurogate ein spannendes und wiederum herausforderndes Geschäftsjahr, welches wir aber letztlich mit einem akzeptablen Ergebnis abschließen konnten. Die umfangreichen Veränderungen durch die Restrukturierung der Allianzen haben wir als Chance verstanden und bestmöglich genutzt. Der positive Trend, den wir seit Mai 2018 in Hamburg und ganzjährig in Wilhelmshaven zu verzeichnen hatten, zeigt, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben. Wir können mit den Zahlen für 2018 zufrieden sein, dürfen uns aber mit dem Erreichten nicht zufriedengeben.“

Der Wettbewerbsdruck unter den Reedern werde weiter steigen und stelle Eurogate auch in Zukunft vor große Herausforderungen, so Blach weiter. Daher müsse man weiter an der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit arbeiten und sich weiterhin der Optimierung unserer Prozesse widmen. Blach:

„Dabei spielen Standardisierung und der Einsatz von Digitalisierungs- und Automatisierungstechnologien langfristig eine tragende Rolle.“

In Bremerhaven blieb der Containerumschlag mit gut 5,47 Millionen TEU minus 1,3 Prozent unter der dem Vorjahreswert. Die Fahrplanwechsel der Reederei-Allianzen im April/Mai 2018 hätten sich an diesem Standort nicht nennenswert ausgewirkt, heißt es. Die weiteren Aussichten würden zwar durch den Abzug von vier Transatlantik-Diensten der THE Alliance zum Jahresbeginn 2019 nach Hamburg-Altenwerder getrübt, aber die Entwicklungen am NTB North Sea Terminal Bremerhaven und bei MSC Gate seien vielversprechend und könnten den Umschlagsverlust unter Umständen mittelfristig weitgehend kompensieren.

Am Eurogate Container Terminal Hamburg sank der Umschlag um minus 3,0 Prozent auf knapp 1,64 Millionen TEU. Allerdings hätten die Integration von Hamburg Süd in den Maersk-Konzern und die Akquisition von Hyundai Merchant Marine als neuen Kunden den durch strukturelle Veränderungen bei den Reederei-Allianzen bedingten Negativtrend der vergangenen Jahre gestoppt, verlautbart der Konzern. Somit sei die Auslastung des Terminals nach einem schwachen ersten Halbjahr mit Rückgängen von noch rund 16 Prozent im zweiten Halbjahr wieder deutlich angestiegen. Seit Januar 2019 läuft darüber hinaus Asien-Dienst der Ocean Alliance das Terminal an und trage zu einer deutlich verbesserten Auslastung bei.

Das Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven zeigte in 2018 mit einem Zuwachs von 18,3 Prozent im dritten Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum. 2018 wurden hier über 655.000 TEU umgeschlagen. Der regelmäßige Anlauf eines Westafrika-Dienstes von Maersk, die neue Rolle als „Last Port of Call“ eines Fernost-Dienstes der 2M-Allianz sowie die Ganzjahreswirkung des unterjährig im Jahr 2017 akquirierten Fernost-Dienstes der OCEAN Alliance wären für die neuerliche Steigerung des Gesamtumschlags ausschlaggebend, so Eurogate. Das Interesse der Reederei-Allianzen am Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven, vor allem für den Einsatz ihrer Ultra Large Container Ships mit mehr als 18.000 TEU Kapazität, sei aufgrund seiner nautischen Bedingungen und seiner Leistungsfähigkeit weiter gestiegen.

Die Tochtergesellschaft Eurogate Intermodal verzeichnete 2018 bei den per Bahn und Lkw transportierten Mengen mit 654.560 TEU ein Minus von 0,5 Prozent. Eine neue Direktverbindung des Hamburger Hafens mit dem Bahnterminal in Singen (Baden-Württemberg) erweitert seit Januar 2019 das Netzwerk.

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