EU-Notfallplan: VDA fordert schnelle Umsetzung

Die EU-Kommission und Regierungen müssen den reibungslosen Güterverkehr garantieren und die Grenzen offenhalten. Das fordert der Verband.

Der grenzüberschreitende Warenverkehr muss laut VDA auch bei steigenden Corona-Fallzahlen weiter abgewickelt werden können. Foto: Pixabay
Der grenzüberschreitende Warenverkehr muss laut VDA auch bei steigenden Corona-Fallzahlen weiter abgewickelt werden können. Foto: Pixabay
Daniela Kohnen

Aufgrund der zunehmenden Corona-Zahlen und steigender regionaler Risikogebiete hat die VDA-Präsidentin Hildegard Müller am gestrigen Donnerstag an die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedsstaaten appelliert, rasch eine ausreichende Vorsorge für die Offenhaltung der Grenzen innerhalb des Binnenmarkts zu treffen. Hildegard Müller, VDA-Präsidentin:

„Sollten vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen werden, muss alles dafür getan werden, dass der grenzüberschreitende Warenverkehr weiterhin möglichst ungestört abgewickelt werden kann. Wir begrüßen daher, dass die deutsche Ratspräsidentschaft hier die Initiative ergriffen hat und die EU-Verkehrsminister heute einen Pandemie-Notfallplan für den europäischen Güterverkehr angekündigt haben. Dieser Notfallplan muss nun konkretisiert und umgesetzt werden.“

Ein reibungslos funktionierender Warenaustausch sei die Grundlage für die Versorgung von Millionen Menschen und entscheidend für wirtschaftliche Stabilität. Daher seien alle Anstrengungen darauf zu richten, erneute Grenzschließungen beziehungsweise Hürden beim Warenaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten zu verhindern, so Müller weiter. Es sei wichtig, die richtigen Lehren aus dem Lockdown im Frühjahr zu ziehen und zu vermeiden, dass die Mitgliedsstaaten an den Binnengrenzen erneut Alleingänge unternähmen. Hildegard Müller:

„Wir brauchen, wie auch die EU-Präsidentschaft betont, ein koordiniertes Vorgehen. Hier ist die EU-Kommission als koordinierende Instanz gefordert.“

Funktionierende Lieferketten seien entscheidend für die Handlungsfähigkeit der Automobilindustrie und damit für die Erholung der Volkswirtschaft in den Mitgliedsländern. Handelshürden, die erneut die Lieferketten belasten und zum Brechen einzelner Glieder führen würden, könne die Erholung der Wirtschaft des jeweiligen Mitgliedslands insgesamt gefährden.

Die Wiederherstellung der Lieferketten nach dem Lockdown im Frühjahr habe viele Unternehmen bis an die Grenze des Belastbaren gefordert. Eine zweite Belastungsprobe müsse angesichts der angespannten Situation in vielen Unternehmen vermieden werden.

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