EU: Grünes Licht für erhöhten Elektro-Bonus

Die erhöhte Umweltprämie, mit der die Bundesregierung Elektromobilität fördern will, soll endlich in Kraft treten. Damit können Interessenten für Elektroautos den erhöhten Zuschuss demnächst in Anspruch nehmen. Laut dem Wirtschaftsministerium soll er auch rückwirkend zum November gelten.

Förderfähig: Leider unterscheidet die Bundesregierung nicht zwischen Pkw und Nutzfahrzeugen, der eVito mit einem Nettopreis von 44.990 Euro fiele damit nur in die zweithöchste Förderkategorie. (Foto: J. Reichel)
Förderfähig: Leider unterscheidet die Bundesregierung nicht zwischen Pkw und Nutzfahrzeugen, der eVito mit einem Nettopreis von 44.990 Euro fiele damit nur in die zweithöchste Förderkategorie. (Foto: J. Reichel)
Christine Harttmann
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Die potenziellen Käufer von Elektrofahrzeugen können bald mit dem avisierten staatlichen Zuschuss beim Kauf rechnen, der im Zuge des sogenannten Klimapakets vom Kabinett beschlossen worden war. Die EU-Kommission habe die Pläne der Bundesregierung jetzt gebilligt, die höhere Umweltprämie trete demnächst in Kraft, versicherte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) am Dienstag. Vor allem solle die Prämie auch rückwirkend gelten, für Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge, die nach dem 4. November zugelassen wurden. Sofern der Listenpreis unter 40.000 Euro liegt, können Interessenten also mit einem um 50 Prozent angehobenen Fördersatz rechnen, über 40.000 Euro Listenpreis steigt der Zuschuss um 25 Prozent. Bei reinen Stromern wären dies also 6.000 und 5.000 Euro bei PHEVs 4.500 respektive 3.750 Euro. Mit den vorgesehenen Mitteln ließen sich 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge fördern, schätzt die Bundesregierung laut Wirtschaftsministerium.

Keine Differenzierung für Nutzfahrzeuge

Zwischen privaten Pkw und gewerblichen Nutzfahrzeugen unterscheidet die Regelung allerdings nicht. Vor allem größere Nutzfahrzeuge fielen damit komplett aus der zentralen staatlichen Förderung, da diese meist deutlich teurer sind als 65.000 Euro. Zuletzt hatten Hersteller wie VW und MAN die Preise für ihre 3,5-Tonnen-Kastenwagen massiv gesenkt, wären jetzt also förderfähig, ebenso wie etwa ein Renault Master Z.E. Keine Erwähnung in den Förderrichtlinien finden sogenannte Retrofits, Elektroumrüstungen von Bestandsfahrzeugen, die ebenfalls meist teurer sind als die Preiskategorien der Richtlinie. Zuständig für die Auszahlung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Die Auszahlung hatte sich verzögert, weil die Regierung aufgrund interner Differenzen über die inhaltliche Ausgestaltung ihre Pläne nicht bei der EU-Kommission zur Wettbewerbsprüfung eingereicht hatte.

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