Energie aus der Nordsee: DHL Group sichert sich grünen Strom aus Offshore-Windpark von RWE

Logistikkonzern und Energieversorger vereinbaren in einem Zehn-Jahres-Vertrag die Lieferung von standortnahem Strom aus erneuerbaren Energien aus der Nordsee ab 2026. Damit deckt die DHL Group rund 19 Prozent ihres aktuellen deutschlandweiten Strombedarfs und geht einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

DHL Group sichert sich grünen Strom dem Offshore-Windpark Kaskasi von RWE in der deutschen Nordsee. (Foto: DHL)
DHL Group sichert sich grünen Strom dem Offshore-Windpark Kaskasi von RWE in der deutschen Nordsee. (Foto: DHL)
Christine Harttmann

DHL Group hat einen weiteren Schritt zur Erreichung der eigenen Dekarbonisierungsziele unternommen. Wie der Logistikkonzern jetzt bekannt gab, hat er mit RWE Supply & Trading einen langfristigen Stromliefervertrag über den Bezug von jährlich rund 104 Gigawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien ab 2026 abgeschlossen. Das entspricht rund 19 Prozent des aktuellen jährlichen Strombedarfs von DHL in Deutschland.

Die Energie stammt aus dem Offshore-Windpark Kaskasi in der deutschen Nordsee, der im Frühjahr 2023 seinen Regelbetrieb aufgenommen hat. Das Power Purchase Agreement (PPA) zwischen der DHL Group und RWE hat eine Laufzeit von zehn Jahren.

Auf dem Weg zur Netto-Null-Emissions-Logistik

„Der Vertrag mit RWE ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einer Netto-Null-Emissions-Logistik bis 2050“, kommentiert Anna Spinelli, Chief Procurement Officer bei der DHL Group, die Vereinbarung.

Damit sei eine glaubwürdige Versorgung mit Ökostrom sichergestellt. Dies sei auch eine Maßnahme zur Unterstützung der Energiewende.

„Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Förderung proaktiver Lieferantenbeziehungen zu einem nachhaltigeren und positiveren Ökosystem beitragen kann“, sagte Spinelle weiter.

DHL will Vorreiter sein

Der Logistikkonzern plant bis 2030 Ausgaben von bis zu sieben Milliarden Euro für Nachhaltigkeitsinitiativen. Das Unternehmen will sich so zu einem Vorreiter der Branche machen, der die gesamte Logistikkette so nachhaltig wie möglich gestaltet.

Die Nutzung von grünem Strom ist eine der zentralen Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, dazu zählt auch die Verwendung nachhaltiger Flugzeugkraftstoffe, der Ausbau der Elektroflotte in der Zustellung, die Entwicklung von klimaneutralen Gebäuden sowie der Ausbau des grünen Produktportfolios. Durch den langfristigen Vertrag mit RWE sichere sich die DHL Gruppe Ökostrom zu stabilen Konditionen, lässt das Unternehmen verlauten.

Beitrag zur Energiewende

„Wir freuen uns, mit DHL Group ein führendes Logistikunternehmen beim Umsetzen seiner ambitionierten Klimaschutzzielen unterstützen zu können, das entscheidend dazu beiträgt, dass die Energiewende gelingt“, betont Hendrik Niebaum, Leiter Commodity Solutions bei RWE Supply & Trading. „Diese Partnerschaft zeigt, wie Energielösungen von RWE zum Klimaschutz in allen Bereichen der Wirtschaft beitragen können. Darüber hinaus bieten langfristige Verträge wie dieser Sicherheit und Planbarkeit für beide Seiten.“

Vor der Küste von Helgoland

Der Windpark Kaskasi ist RWEs sechster Windpark vor der deutschen Küste. Er befindet sich 35 Kilometer vor der Küste von Helgoland in der deutschen Nordsee und liegt in der Nachbarschaft der RWE-Windparks Amrumbank West und Nordsee Ost.

Kaskasi verfügt über 38 Turbinen und eine installierte Kapazität von 342 Megawatt. Damit kann der Windpark rechnerisch rund 400.000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Die Anlage ist zum Teil bereits mit den weltweit ersten recycelbaren Rotorblättern ausgestattet.

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