Emissionsfreie Lkw-Antriebe: BMVI fördert drei Projekte

Damit unterstützt das Ministerium die Branche auf dem Weg zur Nullemissionslogistik.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU): „Mit alternativen Antrieben wollen wir hin zur Nullemissionslogistik auf der Straße." (Foto: Andreas Scheuer)
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU): „Mit alternativen Antrieben wollen wir hin zur Nullemissionslogistik auf der Straße." (Foto: Andreas Scheuer)
Christine Harttmann

Mit insgesamt 24,4 Millionen Euro unterstützt das Bundesverkehrsministerium (BMVI) drei Projekte, die sich der Entwicklung klimafreundlicher Lkw verschrieben haben. Die Förderbescheide übergab Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am 26. Januar 2021 anlässlich der ersten Wasserstoffvollversammlung. Das Ministerium bedachte mit den Geldern sowohl Projekte zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik als auch zur Batterieelektrischen Mobilität von Lkw.

Rund 16,9 Millionen Euro gingen an das SELV-Projekt der RWTH Aachen. Im Fokus der Forschung steht die Umrüstung schwerer Lkw auf Brennstoffzellenantrieb –  und dies herstellerunabhängig von alten und neuen Fahrzeugen. Wie das Ministerium beschreibt, wird dazu ein brennstoffzellenbasierter modularer Antriebsbaukasten entwickelt.

Rund 5,7 Millionen Euro erhält HyLightCOM. In diesem Projekt entwickelt Opel Automobile ein leichtes Nutzfahrzeug mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb. Aug Grundlage der Erprobung von fünf Prototypen plant der Hersteller die Großserienfertigung ab 2025.

Die Daimler Truck AG erhält für ihr Scale-e-Drive-Projekt eine Fördersumme von rund 1,8 Millionen Euro. Zusammen mit der Universität Kassel entwickelt und erprobt der Hersteller batterie-elektrische Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 und 7 Tonnen. Bisher gebe es, so die Erklärung, in dieser Klasse nur wenige Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

„Mit alternativen Antrieben wollen wir hin zur Nullemissionslogistik auf der Straße. Deshalb unterstützen wir die Unternehmen dabei, nachhaltige Antriebstechnologien zur Marktreife zu bringen und einzusetzen“, kommentierte Andreas Scheuer bei der Übergabe der Förderbescheide. „Die Frage ist nicht, ob, sondern wann batterieelektrische und Wasserstoff- sowie Brennstoffzellen-Antriebe im Straßengüterverkehr wettbewerbsfähig sein werden. Wir packen das Thema aktiv an, denn rund 90 Prozent der CO2-Emissionen im Verkehrssektor kommen vom Straßenverkehr, ein Drittel davon machen Lkw aus.“

Das BMVI fördert im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie die Forschung und Entwicklung sowie Maßnahmen zur Marktaktivierung. Ab stehen dafür 2021 rund 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie stehen weitere 1,6 Milliarden Euro bis 2024 bereit. Darüber hinaus plant das BMVI eine technologieoffene Förderung für den Kauf von Bussen, Nutzfahrzeugen und Schienenfahrzeugen mit alternativen Antrieben, darunter auch Fahrzeuge mit Wasserstoff- und Brennstoffzellenantrieb einschließlich der für die Fahrzeuge erforderlichen Tankinfrastruktur.

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