Elvis will Palettentausch für Partner wirschaftlicher machen

Die Elvis AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure) bereitet derzeit ein webbasiertes System zum Palettenclearing vor.
Redaktion (allg.)
Damit können die Partner untereinander Palettendifferenzen verrechnen und Partner beauftragen, Leerpaletten bei weit entfernten Palettenschuldnern abzuholen oder nachzuliefern. Vom Palettenclearing erwartet sich die Kooperation jährliche Einsparungen in Millionenhöhe. Den Betrieb soll das Palettenclearingsystem Ende 2010 aufnehmen. Die größten Probleme beim Palettentausch haben die Elvis-Partner derzeit mit ihren kleinen Palettensalden. Kommt ein Truck mit 27 Paletten an die Abladestation und erhält, weil der Empfänger nicht gänzlich tauschen kann, nur 24 zurück, bleiben drei Paletten als Schulden zurück. Wird diese Abladestation aber nur einmalig oder selten angefahren, ist es für den Spediteur oder Frachtführer äußerst unwirtschaftlich, die vordergründig kleine Palettenschuld einzutreiben. Dem Logistikdienstleister bleibt nur übrig, die Forderung auszubuchen. Um diese Kosten zu reduzieren, sieht das künftige Palettenclearing innerhalb der Ladungskooperation vor, dass regionale Elvis-Partner vor Ort Palettensalden anderer Partner übernehmen und ausgleichen. Die Kommunikation und Verwaltung der Palettensalden wird über eine webbasierte Plattform innerhalb des Elvis-Portals erfolgen. Darin geben die Partner ihre Palettensalden ein und beauftragen den regionalen Partner mit der Abholung oder der Lieferung von Leerpaletten beim Kunden. Im Vorfeld hat die Systemzentrale der Elvis AG dazu Palettengebiete rund um die Partnerdepots definiert. Mit ihrem Clearingsystem wird die Elvis AG einen Schritt weiter als die bestehenden Palettentauschbörsen gehen. Die Elvis-Partner verpflichten sich, die Ladehilfsmittel innerhalb ihres Gebietes tatsächlich auszugleichen. Die Spielregeln der Teilnahme sind geprägt vom partnerschaftlichen Nehmen und Geben: Wer sich bereiterklärt, in seinem Gebiet monatlich beispielsweise 500 Leerpaletten abzuholen, darf seine Kooperationspartner damit beauftragen, dieselbe Stückzahl für ihn zu bewegen. Um dem ewigen Streit um weiße, gebrauchte und stark gebrauchte Paletten vorzubeugen, werden die Paletten im Clearingsystem typisiert und mit Verrechnungspreisen hinterlegt. Für das Abholen und Liefern von Paletten erhalten die Partner ein kleines Transportentgelt vom beauftragenden Partner. Die Systemzentrale erhebt zusätzlich eine marginale Tauschgebühr, mit der sie den Betrieb der Plattform finanziert. (tpi)(tpi)
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