Elektromobilität: Quantron präsentiert erstmalig leichtes Elektronutzfahrzeug

Die Augsburger Umrüstfirma vertreibt den Elion T in Kooperation mit dem österreichischen Hersteller MUP. Eignen soll sich das Gefährt als Geräteträger und Mini-Truck.

New Vans on the block: Quantron übernimmt mit dem Elion die MUP-Modelle ins Elektro-Sortiment auf und erweitert das Spektrum enorm. | Foto: Quantron
New Vans on the block: Quantron übernimmt mit dem Elion die MUP-Modelle ins Elektro-Sortiment auf und erweitert das Spektrum enorm. | Foto: Quantron
Redaktion (allg.)
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der Augsburger Umrüstspezialist Quantron hat ein weiteres Elektronutzfahrzeug ins Portfolio aufgenommen und dringt mit dem Elion T des österreichischen Herstellers MUP Technologies auch ins Segment der Leichten Elektrofahrzeuge (LEV) vor. Hier konkurriert man mit neuen Anbietern wie Ari, Tropos Motors oder Sevic sowie etablierten Wettbewerbern wie Goupil. Der Leichtstromer basiert auf einem KTP-lackierten Stahlprofilrahmen und soll sich in zwei Versionen sowohl als Geräteträger der M-Reihe wie auch als aufbaufreundlicher Mini-Lkw der T-Reihe für City-logistische oder intralogistische Anwendungen eignen.

Klassifiziert ist das wahlweise hinterrad- oder allradgetriebe Frontlenkerfahrzeug nach der N1-Kategorie bis 3,5 Tonnen, befördert dann als Modell der T-Reihe 2,5- bis 2,8-Tonner dabei bis zu 1,4 Tonnen Nutzlast, zwischen einer und 1,3 Tonnen Anhängelast und kann mit dem Standard-Pkw-Führerschein gefahren werden. Das rundum einzelradaufgehängte Chassis soll für guten Komfort und präzises Handling sorgen, das von einer elektrischen Servolenkung unterstützt wird.

Sparsam im Verbrauch: 13,5 kWh/100 km

Die Ladefläche misst 2,3 Meter Länge bei 1,38 Meter Breite, der Wendekreis liegt mit 4,10 Meter auf sehr kompaktem Niveau. Zur Wahl stehen bei dem 1,48 Meter schmalen, 2,03 Meter hohen und 3,96 Meter langen E-Mobil je zwei Kapazitäten eines preiswerteren LiFe- oder performanteren LiIo-Akkus, die über 20 und 40 sowie 16,5 und 33 kWh Energiegehalt verfügen und im Rahmen untergebracht sind. Das genügt für eine Reichweite von 110 bis 205 Kilometer bei den LiFe-Versionen sowie 110 und 175 Kilometer bei den LiIo-Varianten. Als Verbrauch gibt der Hersteller für den T20 AWD mit 33 kWh-LiIo-Akku entsprechend 13,5 kWh/100 km an, bei 35 km/h Konstantgeschwindigkeit. Die Ladezeit bei Haushaltsstrom soll 8 bis maximal 11,5 Stunden betragen, bei 400 V und 16 A mit Typ-2-Stecker sind es nur 2,5 Stunden, bei 32 A lediglich knapp zwei Stunden.

Kompromisslos: Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen rundum

Für Vortrieb bis maximal 65 km/h sorgt ein bei der heckgetriebenen Basisversion T20 ein 15-kW-Achsantrieb,  beim AWD je nach Version ein 2x8 oder 2x11 kW-Antrieb (Peak 26/40 kW) mit 110 bis 200 Nm Drehmoment. Die Kraftübertragung übernimmt ein stufenloses Getriebe mit Differenzial, das zwei Fahrstufen elektrisch simuliert. Der stufenlose Allradantrieb soll für eine variable Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und für eine optimale Leistungsanpassung je nach Bodenbeschaffenheit und maximale Zugleistung sorgen. Für zuverlässige Verzögerung sorgen Scheibenbremsen rundum, vorn innenbelüftet in generell 15-Zoll-Rädern. Wahlweise gibt es verschiedene Bereifungen von Ganzjahrespneus bis hin zu Offroad-Profilen.

Fuhrparkmanagement und Telematik an Bord

Die Kabine mit seitlichen Schiebefenstern soll auch für große Fahrer geeignet sein. Generell verfügt das Fahrzeug über LED-Beleuchtung, eine beheizte Frontscheibe, elektrisch verstellbare und beheizte Seitenspiegel, Sitze mit Sitzheizung, optional Ablagefächer mit Netzen, Becherhalter sowie eine Heizung mit 3-Stufen und ein Radio mit Lautsprechern am Dachhimmel. Zudem bietet der Hersteller eine Fuhrparkmanagementlösung für das Fahrzeug an, mit der sich die Fahrzeuge lokalisieren oder Aufträge abwickeln lassen. Zudem werden die Wartungsintervalle oder der Zustand der Batteriepakete über die MLink Plattform angezeigt. Außerdem stehen diverse Aufbauvarianten wie Prische, Plane, Koffer oder Tiefkühlkoffer ab Werk zur Verfügung, die über ein Schnellwechselsystem rasch zu tauschen sein sollen.

Umweltfreund: CO2-neutrale Produktion

Kostenseitig soll das LEV vor allem im Betrieb massiv sparen und sich für etwa drei Euro pro 100 km unterhalten lassen. Die CO2-Einsparung zu einem vergleichbaren Diesel rechnet der Anbieter auf 43,5 Tonnen pro Jahr hoch. Nicht zuletzt verweist man bei der guten Umweltbilanz auf die klimaneutrale Produktion in Stallhofen, die teils mit Strom der werkseigenen Fotovoltaikanlage bestritten wird.

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