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Elektromobilität: Fuso übergibt erste eCanter an Kunden

DHL, DB Schenker, Rhenus und Dachser übernehmen die ersten Serienmodelle des Elektro-Verteilers für verschiedene Einsatzprofile. Sie ersetzen in allen Fällen konventionell angetriebene Trucks.
Unter Strom gesetzt: Namhafte Logistiker machen Ernst mit der E-Mobilität und starten mit den leichten Verteiler-Lkw von Fuso durch. (Foto: J. Reichel)
Unter Strom gesetzt: Namhafte Logistiker machen Ernst mit der E-Mobilität und starten mit den leichten Verteiler-Lkw von Fuso durch. (Foto: J. Reichel)
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Johannes Reichel

Der Lkw-Hersteller Daimler Trucks hat heute die ersten Einheiten seines vollelektrischen Lkw "Fuso eCanter" an europäische Kunden übergeben. Die bekannten und global agierenden Logistikunternehmen DHL, DB Schenker, Rhenus und Dachser setzen zukünftig in ihren Flotten auf den vollelektrischen Leicht-Lkw aus Serienproduktion. Im Zustellverkehr im urbanen Umfeld und bei vielfältigen Speditionsaufgaben sollen die Fuso eCanter nach dem Wunsch des Herstellers einen wichtigen Beitrag der Unternehmen zu einem nachhaltigeren Flottenmanagement leisten. Mit der Präsentation der Produktmarke E-Fuso im Oktober dieses Jahres habe der Hersteller bereits sein Bekenntnis zu alternativen Antrieben unterstrichen, so der Anbieter. In den kommenden Jahren sollen alle Lkw- und Bus-Modelle eine zusätzliche Elektro-Variante erhalten, teilte der Hersteller weiter mit.

„Mit dem Fuso eCanter liefern wir heute den ersten vollelektrischen Lkw aus Serienproduktion an unsere Kunden in Europa aus. Mehr als 90.000 Kilometer in Alltagstests stellen sicher, dass wir unseren Kunden ein zuverlässiges und wirtschaftliches Fahrzeug an die Hand geben. Mit unserem Fuso eCanter operieren unsere Kunden in Innenstädten nicht nur leise und ohne lokale CO2-Emissionen, sie sparen auch bei den Betriebskosten. Das ist die Zukunft des urbanen Verteilerverkehrs“, erklärte Marc Llistosella, Leiter von Daimler Trucks Asia, anlässlich der Präsentation in Berlin.

Die Kunden stammten alle aus dem Logistikbereich, der Einsatz der Fahrzeuge sei dennoch sehr divers, wie Daimler weiter ausführt. Die Fahrzeuge ersetzen bei allen Anwendern konventionelle Modelle. Bei der Entscheidung für den Fuso eCanter spielen diverse Faktoren wie Geräuschs- und Emissionsreduzierung, Nachhaltigkeit der Flotten aber auch betriebswirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Die zukünftigen Fahrer sollen speziell auf das Fahrzeug geschult werden. Die Kunden beziehen die Fahrzeuge im Rahmen einer 24-monatigen Langzeitmiete über CharterWay, den Experten für das Nutzfahrzeugmietgeschäft innerhalb der Daimler AG.

Vielfältige Einsatzprofile bei den Kunden

Die Deutsche Post DHL wird die sechs Fahrzeuge in zwei wichtigen Unternehmensbereichen einsetzen: Zwei Fahrzeuge werden zukünftig bei DHL Freight für die Niederlassung Berlin Innenstadtbelieferung von Geschäfts- und Privatkunden übernehmen, etwa schwere Stückgutsendungen wie Elektro- oder große Haushaltsgeräte. DHL Paket setzt die vier Fahrzeuge im Innenstadtbereich Berlin für die Belieferung von Firmen und Großkunden ein. Die Elektro-Lkw werden dabei vollständig in den betrieblichen Ablauf integriert und ersetzen die zuvor auf der jeweiligen Tour eingesetzten Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb.

DB Schenker sieht in der Nutzung des Fuso eCanter die Möglichkeit, ein e-Serienfahrzeug für die City-Logistik unter realen Produktionsbedingungen zu testen. Unter anderem wird eines der drei Fahrzeuge für die Zustellung und Abholung von Stückgutsendungen in der Berliner Innenstadt zum Einsatz kommen.

Bei der Rhenus-Gruppe, einem weltweit operierenden Logistikdienstleister, werden die drei E-Verteiler die Home Delivery-Einheit unterstützen. Vom Zentrallager in Hoppegarten aus stellen die vollelektrischen Lkw künftig Möbel, braune und weiße Waren sowie Sportgroßgeräte in der Berliner Innenstadt zu.

Zwei weitere der Elektro-Verteiler von Fuso werden bei Transportunternehmern von Dachser zum Einsatz kommen. Ihre Aufgabe wird das Stückgut-Kerngeschäft auf der letzten Meile sein, das heißt Paletten mit Industriegütern entweder an Mikrohubs oder direkt beim Kunden anzuliefern sowie Waren abzuholen und zu den Dachser-Niederlassungen zu bringen. Geladen werden sie an einer Starkstrom-Ladestation, die die Niederlassungen auf dem Betriebsgelände eingerichtet haben.

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