Elektromobilität: BMW baut Logistikzentrum für Hochvoltbatterien

(dpa-AFX) Startschuss für das neue Logistikzentrum in Leipzig: BMW investiert etwa 100 Millionen Euro.

Setzten den ersten Spatenstich für das neue Logistikzentrum (von links): Frank Hager, Leiter Produktion Hochvoltspeicher im BMW Group Werk Leipzig, Anja Hähle-Posselt, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig, Clemens Schülke, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales der Stadt Leipzig, Werkleiterin Petra Peterhänsel, Betriebsratsvorsitzender Jens Köhler und Karsten Dickerboom als Vertreter der Baufirma Fa. Max Bögl. (Bilder: BMW Group)
Setzten den ersten Spatenstich für das neue Logistikzentrum (von links): Frank Hager, Leiter Produktion Hochvoltspeicher im BMW Group Werk Leipzig, Anja Hähle-Posselt, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig, Clemens Schülke, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales der Stadt Leipzig, Werkleiterin Petra Peterhänsel, Betriebsratsvorsitzender Jens Köhler und Karsten Dickerboom als Vertreter der Baufirma Fa. Max Bögl. (Bilder: BMW Group)
Nadine Bradl

Der Autohersteller BMW baut in Leipzig ein neues Logistikzentrum für Batterien von Elektro-Autos und will so rund 500 weitere Jobs schaffen. Bis zu 100 Millionen Euro sollen in zwei Bauabschnitten auf einem zwölf Hektar großen Areal investiert werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

"Der Automobilbau gehört inzwischen zu Leipzigs Wirtschafts-DNA wie die Messe", konstatierte Wirtschaftsbürgermeister Clemens Schülke (CDU) zum symbolischen Spatenstich.

Außer BMW produziert auch Porsche in der Messestadt.

Betrieb ab 2024

Nach Angaben des Unternehmens ist der Standort Leipzig eine tragende Säule bei der Versorgung mit E-Komponenten. Jedes dritte Batteriemodul für vollelektrische Fahrzeuge komme im Konzern aus Leipzig. Aktuell würden dort Batteriezellen lackiert und zu Modulen zusammengebaut. Im kommenden Jahr wird dies um die Montage der Hochvoltspeicher erweitert. Die Anlage dazu soll Anfang 2024 in Betrieb gehen. Damit wachse die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich von jetzt mehr als 800 auf dann über 1000. BMW investiere insgesamt bis zu eine Milliarde Euro in den Ausbau der Fertigung von E-Komponenten am Standort Leipzig.

Bau des Mini Countryman 

Der Autobauer hatte 2005 die Serienproduktion in Leipzig begonnen. Innerhalb des Konzerns wurde das Werk später mit dem i3 Pionier der E-Mobilität, wie Werkleiterin Petra Peterhänsel betonte. Nach dem Auslaufen dieses Modells soll mit dem Mini Countryman ab Ende des Jahres wieder ein vollelektrisches Modell am Standort gebaut werden. Derzeit laufen dort nach Unternehmensangaben täglich rund 1000 Fahrzeuge vom Band, etwa der 1er und der 2er Gran Coupé.

Solaranlage und Ladesäulen

Bei der neuen Logistikhalle will das Unternehmen auf erneuerbare Energie setzen. So soll auf dem Dach eine Solaranlage mit rund 3000 Kilowatt Spitzenleistung installiert werden. Beheizt werden soll die Halle per Wärmepumpe. Zudem sollen das Dach des Bürogebäudes begrünt und auf der Außenfläche etwa 5700 Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Auf dem Areal sind Ladesäulen für Pkw und Lkw vorgesehen. Damit könnten künftig auch elektrische betriebene Lastwagen zwischen dem Lager und dem Werksgelände genutzt werden, hieß es.

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