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Elektroaltgeräte: Stopp des Paketversandes gefordert

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert einen generellen Stopp für den Paketversand alter Energiesparlampen und Lithium-Ionen-Akkus. Zugleich begrüßt der Verband, dass einige Paketdienstleister die bereits praktizieren.
Wenn Energiesparlampen zerbrechen, setzen sie giftige Quecksilber frei, das dann auch die Mitarbeiter der Transportdienstleister gefährdet. (Foto: Tim Reckmann/pixelio.de)
Wenn Energiesparlampen zerbrechen, setzen sie giftige Quecksilber frei, das dann auch die Mitarbeiter der Transportdienstleister gefährdet. (Foto: Tim Reckmann/pixelio.de)
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Christine Harttmann

Hermes, dpd, TNT und GLS schließen die Elektroaltgeräte grundsätzlich vom Versand aus. Bei DHL seien Altlampen ebenfalls als Rücksendung nicht erlaubt, allerdings werde der Transport von Lithium-Ionen-Akkus unter der Einhaltung von Sondervorschriften angeboten.

Energiesparlampen könnten, so die Befürchtung der DUH, während des Postversands zerbrechen und Quecksilber freisetzen, Lithium-Ionen-Akkus in Brand geraten. Dies setze die Mitarbeiter der Transportdienstleister unnötigen gesundheitlichen Risiken aus. Die Gefahr, dass Energiesparlampen zerbrechen oder Akkus sich selbst entzünden, ist hoch. Der Verband bezeichnet es daher als „Völlig unverständlich“, dass „der Transportdienstleister UPS zwar lose Akkumulatoren und Batterien vom Transport ausschließt, gleichzeitig jedoch die Versendung quecksilberhaltiger Altlampen durch den Endnutzer zum Zweck der Entsorgung durchführt“. Thomas Fischer, Leiter der DUH-Abteilung Kreislaufwirtschaft, fordert daher: „UPS muss sich, wie andere Marktteilnehmer auch, dazu verpflichten, den Paketversand von Altlampen nicht mehr durchzuführen. Die Risiken für Unternehmensmitarbeiter sind unkalkulierbar.“ Die Paketdienstleister sollten ihre Kunden über die Problematik des Transports von Altlampen und losen Lithium-Ionen-Akkus zu informieren, so die DUH.

Seit dem 24. Juli 2016 sind große Vertreiber zur Rücknahme von Elektro- und Elektronikgeräten verpflichtet, wenn diese eine kleinere Kantenlänge als 25 Zentimetern aufweisen. Insbesondere Onlinehändler bedienen sich seither bei der Rücknehme der Elektroaltgeräte überwiegend des Paketversands. Die DUH fordert sie nun auf, sich stattdessen an flächendeckenden stationären Sammelsystemen zu beteiligen.

Quellenhinweis Bilder (tlw.): Pixelio
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