EFA-S: Mehr E-Modelle, mehr Nutzlast

EFA-S baut seine Produktpalette elektrisch betriebener Transporter um die Modelle Kastenwagen-, 9-Sitzer-Bus und Doka-Pritsche aus.

Neu beim E-Transporter-Hersteller EFA-S: Die Modellreihe E35 auf Basis der GAZ-Transporter bietet nun auch Kastenwagen, 9-Sitzer-Bus und Doka mit Pritsche. Dank N2-Zulassungsmöglichkeit mit 4,25 t zGG, sind nun rund 750 Kilo mehr Nutzlast und höhere Förderung möglich – bei gleichzeitiger Fahrbarkeit mit dem Pkw-Führerschein Klasse B. Foto: EFA-S
Neu beim E-Transporter-Hersteller EFA-S: Die Modellreihe E35 auf Basis der GAZ-Transporter bietet nun auch Kastenwagen, 9-Sitzer-Bus und Doka mit Pritsche. Dank N2-Zulassungsmöglichkeit mit 4,25 t zGG, sind nun rund 750 Kilo mehr Nutzlast und höhere Förderung möglich – bei gleichzeitiger Fahrbarkeit mit dem Pkw-Führerschein Klasse B. Foto: EFA-S
Robert Domina

Der Spezialist für rein elektrisch betriebene Transporter hat seine erste Modellreihe fabrikneuer Fahrzeuge um drei Varianten erweitert und die Nutzlast annähernd verdoppelt. „Neben den Basisvarianten mit Pritsche/Plane und Koffer, die wir im Herbst letzten Jahres vorgestellt haben, bieten wir den E35 jetzt auch als geschlossenen Kastenwagen, als Bus mit bis zu neun Sitzen sowie als Doppelkabine mit Pritsche an“, sagt Bastian Beutel, Geschäftsführer von EFA-S. Außerdem seien nun alle Fahrzeuge nicht nur als 3,5-Tonner, sondern auch mit 4,25 t zulässigem Gesamtgewicht (zGG) erhältlich. Beutel:

„Das bringt nicht nur 750 Kilo mehr Nutzlast, sondern auch höhere staatliche Fördermittel. Trotzdem können sie mit dem Führerschein der Klasse B gefahren werden.“

Hintergrund dazu: Die hier ursprünglich nur bis Ende dieses Jahres gültige Ausnahmeregelung gilt inzwischen dauerhaft. Denn durch die entsprechende Ergänzung der Fahrerlaubnisverordnung (§6, Abs. 3b) können Fahrer nun auch bis zu 4,25 t schwere E-Transporter im Gütertransport mit einem Pkw-Führerschein Klasse B steuern. Bei herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen liege die Grenze weiter bei 3,5 t. Weggefallen ist zudem die bisherige Pflicht einer gesonderten Einweisung für die schwereren Fahrzeuge. Gleichzeitig gilt für EFA-S-Transporter mit mehr als 3,5 t zGG die Zulassung als sogenannte N2-Fahrzeuge. Transporter bis 3,5 to zGG gelten als N1-Fahrzeug. Dazu erklärt Bastian Beutel: „Während für ein N1-Fahrzeug Fördermittel von bis zu 6.000 Euro vorgesehen sind, können bei N2-Fahrzeugen bis zu 50 Prozent des Mehrpreises gegenüber einem konventionell angetriebenen Lkw als Zuschuss gewährt werden“. Dadurch würden oft Zuschüsse zwischen 20.000 und 30.000 Euro pro Fahrzeug erreicht.

Bis 2019 baute EFA-S ausschließlich hochwertige, gebrauchte Nutzfahrzeuge zu elektrisch angetriebenen Lkw und Bussen um. Seit Herbst letzten Jahres stattet das Unternehmen auch fabrikneue Fahrzeuge mit seinen Elektroantrieben aus. Der russische Hersteller GAZ liefert dafür die Basisfahrzeuge, die ohne Antriebsstrang nach Deutschland geliefert werden.

E-Transporter mit Nutzlast von mehr als 1,5 Tonnen.

Mit der Zulassung als N2-Fahrzeug sind in der Modellreihe E35 von EFA-S jetzt Nutzlasten von rund 1,6 Tonnen möglich. Die zusätzlichen 750 Kilogramm Nutzlast bedeuten bei manchen Varianten annähernd eine Verdoppelung der bisherigen Nutzlast. Durch die Erweiterung der Produktpalette sei EFA-S jetzt mehr denn je in der Lage, Kunden genau jene Elektronutzfahrzeuge anzubieten, deren Reichweite, Nutzlast und Fahrzeugtyp auf den jeweiligen Einsatzzweck zugeschnitten sind. Bereits alle E35-Modelle hätten bereits in der Basisversion eine Nutzlast von rund einer Tonne und eine Reichweite von zirka 200 Kilometern. Dies reiche für zahlreiche Anwendungen vollkommen aus.

Das Unternehmen in Zell am Aichelberg verbaut in den 3,5-Tonnern eine 80 kWh große Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit keramischen Separatoren (LFP). Die LFP-Zellen gelten laut EFA-S als besonders sicher und kommen ohne Kobalt und Nickel aus. Auf Kundenwunsch verbaue EFA-S noch größere Batterien. „Wir haben bereits Erfahrungen mit sehr viel größeren und schwereren Fahrzeugen, mit Batterien von bis zu 244 kWh,“ so Geschäftsführer Martin Beutel. Mehr als fünf Millionen Kilometer hätten EFA-S Fahrzeuge in der Praxis bereits elektrisch zurückgelegt, zum Großteil im harten Start-Stopp-Betrieb beim Paket- und Express-Dienstleister UPS.

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