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E-Lastenrad: ONO geht in Feldtest bei Hermes und Liefery

Das Lastenrad-Start-up ONO nimmt auf dem Weg Richtung Marktreife die nächste Hürde und setzt sein schweres Cargobike der Lieferpraxis bei Hermes und Liefery in Berlin aus.

Das schick gestylte E-Cargobike muss jetzt in Berlin beweisen, dass es dem Lieferalltag gewachsen und eine praxistaugliche Lösung. | Foto: ONO
Das schick gestylte E-Cargobike muss jetzt in Berlin beweisen, dass es dem Lieferalltag gewachsen und eine praxistaugliche Lösung. | Foto: ONO
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Anna Barbara Brüggmann
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der Berliner Mobilitätsdienstleister ONO hat die nächste Hürde auf dem Weg in Richtung Serienfertigung genommen: Im Rahmen zweier Pilotprojekte mit Hermes und Liefery geht die zweite Generation des “Pedal Assisted Transporter” genannten E-Lastenrads in den Echteinsatz in Berlin Kreuzberg und Prenzlauer Berg.

Das wetterfeste Bike wurde mit Fokus auf die Paketbranche und innerstädtische Logistik entwickelt. Es verfügt in der neuesten Version über zwei Elektromotoren und kann ohne Führerschein gefahren werden. Das Ladevolumen beträgt mehr als zwei Kubikmeter. Damit soll ein Bike mit vier Ladungen der tauschbaren Containereinheiten das Ladevolumen eines gängigen Zustell-Transporters erreichen.

Über das Transportmittel hinaus will der Anbieter in Verbindung mit Mikrodepots, sogenannten City-Hubs im Stadtgebiet den Zustellprozess nachhaltiger gestalten und das Lkw-Aufkommen im urbanen Raum senken.

Bei den Pilotprojekten mit Hermes und Liefery gehe es darum, die Machbarkeit einer Umstellung von konventionellen Lieferfahrzeugen für die Logistikindustrie zu demonstrieren, so der ambitionierte Anbieter. Gemessen werden unter anderem der Ersetzungsgrad und die Belastbarkeit im Regelbetrieb. Mit den gewonnenen Erkenntnissen will der Hersteller im Frühjahr 2020 in die Serienproduktion einsteigen.

„Wir freuen uns, mit dem realen Einsatz unseres E-Cargo-Bikes den Beweis anzutreten, dass Lastenräder eine effiziente Alternative zu den gängigen Transportlösungen sind und dass speziell unsere ONO die Bedürfnisse im Bereich städtischer Logistik am besten bedient”, meint Mitgründer und Geschäftsführer Beres Seelbach.

Der Start der Pilotprojekte soll für den Anbieter zudem eine Erweiterung der angepeilten Zielgruppen einläuten. Nachdem sich das Unternehmen zunächst ausschließlich auf die KEP-Branche (Kurier-, Express-, Paketdienste) fokussierte, adressiere man nun City-Logistik als Ganzes, heißt es. Möglich werden soll das durch die Kombination aus der fixen Fahrzeugbasis und modularen, aber standardisierten Containern.

Diese ließen sich nicht nur leicht wechseln, sondern auch variabel modifizieren. Neben der Paketauslieferung soll der Transport aller Waren, Güter und Gegenstände möglich werden - von Essen und Blumen bis hin zu Möbeln, Sperrgut oder Abfällen, so die Vision des Anbieters.

Städte weltweit stehen vor der Herausforderung, Emissionen trotz steigender Einwohnerzahlen zu senken. Wir stehen am Beginn und es zeigt sich bereits jetzt ein enormes Skalierungspotential", meint Josef Schulze Sutthoff von der Innovations & Beteiligungsgesellschaft Wolfsburg zum Praxisstart des Unternehmens.

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