Duisport: Ein schwieriges Jahr erwartet

Trotz Umschlagverlusten steigerte die Duisport-Gruppe im Jahr 2019 ihren Umsatz um gut fünf Prozent, fürchtet jedoch für das Corona-Jahr 2020 deutliche Einbußen.

 Der Vorstand der Duisport-Gruppe: (v. l. n. r.): Prof. Thomas Schlipköther (Mitglied des Vorstandes); Erich Staake (Vorsitzender des Vorstandes); Markus Bangen (Mitglied des Vorstandes). (Foto: Duisport / dws Werbeagentur)
Der Vorstand der Duisport-Gruppe: (v. l. n. r.): Prof. Thomas Schlipköther (Mitglied des Vorstandes); Erich Staake (Vorsitzender des Vorstandes); Markus Bangen (Mitglied des Vorstandes). (Foto: Duisport / dws Werbeagentur)
Christine Harttmann

Von einem „stabilen“ Geschäftsmodell sprach die Duisport-Gruppe bei der heute erstmals online durchgeführten Bilanzpressekonferenz. Obwohl das wirtschaftliche Umfeld schon 2019 erheblich schwieriger geworden sei, habe das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr noch Kurs halten können. Zwar ging der Gesamtumschlag im Hafen zurück – was der Hafenbetreiber auf strukturbedingte Tonnage-Verluste bei Kohle und Stahl zurückführt –, dennoch erwirtschaftete das immer stärker diversifizierte Unternehmen im Jahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 292,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um 5,1 Prozent oder 14,1 Millionen Euro gegenüber dem Umsatz von 278,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Das operative Ergebnis (Ebidta) verbesserte sich um 2,1 Prozent von 42,5 auf 43,4 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 12,2 Millionen Euro in 2018 auf 13,0 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 6,8 Prozent.

Für das laufendes Jahr 2020 ist der Vorstandsvorsitzende der Duisport-Gruppe, Erich Staake, jedoch weniger optimistisch:

„Nach 21 Jahren ununterbrochenen Wachstums steht der Duisburger Hafen vor großen Herausforderungen. Die mit der Pandemie einsetzende Rezession und der zweite Strukturwandel an Rhein und Ruhr werden negative Auswirkungen in diesem und in den folgenden Geschäftsjahren haben.“

 

Die einsetzenden Nachholeffekte, der Rückgang im Automotive- und Industriegeschäft, seien schon jetzt einschneidend. Staake erwartet Auswirkungen noch bis weit in den Herbst hinein. Insgesamt rechne er damit, dass über das Jahr hinweg die gesamte Wirtschaftsleistung um rund zehn Prozent rücläufig sein wird.

„Wir müssen mit Augenmaß und Realitätssinn auf Sicht fahren, dürfen aber unsere strategischen Projekte nicht vernachlässigen.“

Staake kündigt einen weiteren Strukturwandel an, mit dem er das Geschäftsmodell an eine digitalisierte Logistik und Industrie anpassen will.

„Deshalb werden wir im Digitalisierungsbereich unseren Inkubator Startport wie geplant weiter ausbauen. Auch anspruchsvolle Infrastrukturprojekte wie Logport VI werden weiter forciert“, so Staake.

Die Corona-Situation dürfe nicht zu einer Lähmung führen, sondern fordere die gesamte unternehmerische Kreativität in besonderer Weise heraus.

„Wir werden die zu erwartenden Rückschläge hinnehmen, aber weiter mutig nach vorn schauen. Nur so kann man diese Krise überwinden.“

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