Duisburger Hafen: Rückläufiger Güterumschlag

Im Jahr 2019 verzeichnete die Duisburger Hafen AG (duisport) nach vorläufigen Zahlen mit einem Gesamtgüterumschlag von rund 61,1 Millionen Tonnen einen Rückgang von minus 6,0 Prozent gegenüber 2018. Der Containerumschlag ging um minus 2,0 Prozent auf 4,0 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) zurück.

Im Duisburger Hafen blieb der Containerumschlag stabil | Foto: duiport/Hans Blossey
Im Duisburger Hafen blieb der Containerumschlag stabil | Foto: duiport/Hans Blossey
Torsten Buchholz

Hauptursachen für den Rückgang im Gesamtgüterumschlag sind nach Mitteilung des Hafenbetreibers die sich abschwächende Industrienachfrage und der Ausstieg aus der Kohleverstromung, der zu einem weiteren deutlichen Rückgang der Schüttladungen geführt habe. Insgesamt habe der Kohle- und Stahlbereich mit 20 Prozent unter Vorjahresniveau gelegen, heißt es. Weitere Faktoren seien die Sperrung der Öresundbrücke, die den Handel mit Skandinavien deutlich beeinträchtigt, und die abgeschwächte Nachfrage nach chemischen Vorprodukten.

Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, sagt zur vorläufigen Auswertung der Umschlagstatistik des Jahre 2019:

„Der Abschied von der Kohle, die fortgesetzte Krise im Stahl, die unklaren politischen Rahmenbedingungen der Energiewende, die Herausforderungen der Digitalisierung und die sich abzeichnende konjunkturelle Verschlechterung, all diese Faktoren wirken wie ein zweiter Strukturwandel für ganz Nordrhein-Westfalen. Das diversifizierte Geschäftsmodell der Duisburger Hafen AG ist diesen Herausforderungen gewachsen. Aber auch ein so gut aufgestelltes Unternehmen wie unseres kann sich auf Dauer den zunehmend schlechteren Rahmenbedingungen nicht entziehen.“

Infrastruktur verbessern

Gemeinsam mit dem chinesischen Logistik-Konzern Cosco Shipping und weiteren Partnern sollen rund 100 Millionen Euro für ein neues Container-Terminal in die Verbesserung der Infrastruktur investiert werden. Der Duisburger Hafen will damit seine Strategie fortsetzen, die Güterverkehre, insbesondere aus Osteuropa (Lkw, Sattelzüge, Trailer), von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Die getroffenen Ausbaumaßnahmen und Kundenansiedlungen, insbesondere auf logport VI, sollen bereits ab 2021 positive Impulse für den Güterumschlag auslösen, heißt es.

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