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DSLV begrüßt Zwischenbericht Klimaschutz im Verkehr

Nach Ansicht des Bundesverband Spedition und Logistik fasst der Zwischenbericht die Situation im Verkehrssektor trefflich zusammen. Die Verkehrswende sei eine Gesamtgesellschaftliche Herausforderung, meint der Verband.

Die Verkehrswende wird nur gelingen, wenn der Schienengüterverkehr gestärkt wird. (Foto: Pixabay)
Die Verkehrswende wird nur gelingen, wenn der Schienengüterverkehr gestärkt wird. (Foto: Pixabay)
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Christine Harttmann

Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik zeigt sich zufrieden mit den Inhalten des Arbeitsgruppen-Zwischenberichts Klimaschutz im Verkehr der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM). Die Wege zur Erreichung der politischen Klimaziele im Verkehr würden hier – gemessen an vielen interessengelenkten Studien zuvor – vergleichsweise objektiv dargestellt, so der Verband. Chancen, Herausforderungen, Risiken und Kosten seien zutreffend analysiert.

Die zentrale Botschaft des Berichts ist, nach dem Verständnis der DSLV, dass die Anstrengungen des Mobilitätssektors für eine nachhaltige Senkung der Emissionen vor allem angesichts des steigenden gesellschaftlichen Mobilitätsspruchs und Güterbedarfs gewaltig sind. Nur gemeinsam und in Verbindung mit anderen Sektoren, insbesondere mit dem Energiesektor, können sie gelingen. Gleichzeitig werde die Trendumkehr sehr teuer werden.

„Die Verkehrswende wird nicht alleine eine Aufgabe von einzelnen Akteuren, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung sein“, bilanziert DSLV-Präsident Axel Plaß den Zwischenbericht.

Aus Sicht der Logistik seien die dargestellten Handlungsfelder grundsätzlich zielführend. Hierzu zählen Antriebswechsel und Effizienzsteigerungen bei Pkw und Lkw, regenerative Kraftstoffe, Stärkung der Systeme Schiene und Binnenschifffahrt und Impulse für die Digitalisierung.

„Der Bericht ist zutreffend, wenn er feststellt, dass Planungssicherheit am Standort Deutschland entscheidend ist, damit unverzüglich in Technologien, Produktionskapazitäten und Infrastrukturen investiert wird“, so Plaß. „Denn neben der Erreichung der Klimaziele ist es auch aus Sicht der Logistikbranche wichtig, dass hiesige Unternehmen ihre Technologie- und Marktführerschaft behalten. Für die Logistikunternehmen selbst wird es entscheidend sein, ob es ihnen gelingt, ihre technischen Investitionszyklen rechtzeitig mit möglichen fiskalischen ‚Bonus-Malus‘-Systemen zu synchronisieren.“

Der Bericht macht auch klar, dass auch wenn die genannten Handlungsfelder umgesetzt werden, das politisch vorgegebene Minderungsziel für den Verkehrssektor von bis zu 42 Prozent bis 2030 (bezogen auf 1990) nicht erreicht werden. Er beziffert die Lücke auf 16 bis 26 Millionen Tonnen CO2. Dazu kommentiert der DSLV, dass staatliche Eingriffe wie zusätzliche Steuern und Abgaben sowie Quoten für emissionsfreie Fahrzeuge oder regenerative Kraftstoffe grundsätzlich nicht erste Wahl der Wirtschaft seien.

Es sei richtig, wenn die Bundesregierung zunächst einen Prüfauftrag für die Ausgestaltung und die Konsequenzen einer CO2-Bepreisung des Verkehrssektors. Damit könnten neben der ökologischen Lenkungswirkung und den ökonomischen Konsequenzen auch soziale Folgen betrachtet werden. Gerade hinsichtlich dieser CO2-Bepreisung nämlich zeigte sich Plaß skeptisch: „Ob auf Wirtschaft und Verbraucher – wie von zahlreichen politisch Verantwortlichen zugesagt – tatsächlich ‚faire Kosten‘ zukommen, wird sich zeigen.“

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