DPD: Testlauf auf der Schiene

Der Paket- und Expressdienstleister erprobt seit Anfang November zwischen Hamburg und Nürnberg den Paketversand auf der Schiene.
Redaktion (allg.)
Um den Ausstoß schädlicher Klimagase weiter zu senken, testet der internationale Paket- und Expressdienst DPD den Pakettransport auf der Schiene. Ab sofort sind Unternehmensangaben zufolge in einem langfristig angelegten Testlauf werktäglich zwei Wechselbrücken mit rund 1.500 Paketen zwischen Hamburg und Nürnberg per Bahn unterwegs. Die Zugverbindung soll auf dieser Strecke den bisherigen Direktverkehr per Lkw ersetzen und spare jeden Monat Kohlenstoffdioxid-Emissionen von rund 16,5 Tonnen. Den Schienentransport für DPD übernimmt dabei Hellmann Rail Solutions. „Auf lange Sicht und bei weiteren Verbesserungen kann der intermodale Verkehr auch für Paket- und Expressdienstleister eine praktikable Transportoption darstellen, die uns hilft, unsere CO2-Bilanz weiter zu verbessern“, erklärte Dr. Armin Bohnhoff, Geschäftsführer Technik & Operations bei DPD GeoPost (Deutschland). Aus Umweltschutzgründen hatte DPD bereits in der Vergangenheit mehrfach Schienentransporte getestet. Bei den bisherigen Testläufen hatte die schwankende Qualität auf der Schiene zu längeren Paketlaufzeiten geführt. Daher waren die Transporte bisher stets wieder auf die Straße zurückgekehrt. „Die Schiene ist zweifellos das umweltfreundlichste Landverkehrsmittel. Sie konnte jedoch bisher in den von unseren Kunden benötigten Zeitfenstern nicht mit dem Lkw konkurrieren, weil sie langsamer und weniger flexibel war“, so Bohnhoff weiter. Der erneute Testlauf soll zeigen, inwieweit kombinierte Verkehre heute die Ansprüche von DPD in Bezug auf Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität erfüllen können. Die Verbindung von Hamburg nach Nürnberg mit Hellmann Rail Solutions sei nach Aussagen von DPD für den Pakettransport per Bahn besonders geeignet. Die Wege zwischen den Containerbahnhöfen und den DPD Niederlassungen in Nürnberg und Hamburg sind kurz, die Schichtzeiten an diesen Standorten passen gut zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten der Wechselbrücken. Zudem fallen zwischen den beiden Niederlassungen in jeder Richtung etwa gleich große Paketmengen an, was einen paarigen und damit wirtschaftlichen Verkehr mit je zwei Wechselbrücken ermöglicht. Um den Zug zu erreichen, müssen die Wechselbrücken in den Depots jedoch früher abfahren als bei Lkw-Direktverkehren. Daher muss die Beladung der Wechselbrücken vor dem endgültigen Abschluss des Sortierprozesses im Depot erfolgen. (swe) (Foto: DPD)(sw)
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