DPD: Praxistest mit LEVC Hybrid-Transporter VN5

Mit umgerüsteten TX-Modellen will der Hersteller Praxiserkenntnisse über den Einsatz der Hybrid-Technik auch für die Kastenvariante ableiten. Die soll im weiteren Verlauf des Jahres marktreif sein.

Transfer: Aufgrund der technischen Verwandtschaft mit dem Kastenwagen VN5 erhofft sich LEVC vom Einsatz der umgebauten TX-Modelle Erkenntnisse. | Foto: LEVC
Transfer: Aufgrund der technischen Verwandtschaft mit dem Kastenwagen VN5 erhofft sich LEVC vom Einsatz der umgebauten TX-Modelle Erkenntnisse. | Foto: LEVC
Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der britisch-chinesische Spezialfahrzeughersteller LEVC (London Electric Vehicle Company) hat den offiziellen Startschuss für die Praxiserprobung des neuen teilelektrisch angetriebenen Hybrid-Transporters VN5 gegeben. Der Paketdienstleister DPD ist das erste Unternehmen, das einen Prototyp eines umgerüsteten TX erhält. Aufgrund der technischen Ähnlichkeit zwischen dem TX und dem VN5 stellt die hundertprozentige Geely-Tochter LEVC allerdings eine Prototypenflotte auf, die auf dem TX-Modell mit einem vollständig für den Transport umgebautem Innenraum basiert. Damit sei die Testphase des VN5 eingeläutet, der im vierten Quartal dieses Jahres offiziell in den Markt eingeführt werden soll, heißt es.

„Diese Praxistests sind ein Meilenstein in LEVCs Unternehmensgeschichte und führen unseren Wandel von der legendären britischen Taximarke zu einem führenden Hersteller elektrisch angetriebener Nutzfahrzeuge fort", erklärte Jörg Hofmann, CEO von LEVC.

Die Rückmeldung größerer Logistikunternehmen sei für die weitere Entwicklung des Transporters von entscheidender Bedeutung, so Hofmann weiter.

Elektrische Reichweite bis 100 km

Im Gegensatz zur Taxi-Version ist der VN5 so konzipiert, dass er zwei Euro-Paletten und eine Bruttozuladung von mehr als 800 kg aufnehmen kann. Zudem gibt es eine breite seitliche Schiebetür sowie eine 60/40 geteilte Hecktür. Der VN5 basiert auf der gleichen Technikarchitektur und verfügt über die sogenannte eCity-Range-Extender-Technologie. Die eine rein elektrische Reichweite des Plug-in-Hybrid-Fahrzeugs soll bei 102 km, die Gesamtreichweite in Kombination mit dem Dreizylinder-Turbobenziner von Volvo bei 485 km liegen. Dieser lädt die Batterie auf und hat keine direkte Antriebsfunktion. Ähnlich dem TX verfügt der VN5 über einen kleinen Wendekreis von nur 10,1 Metern. Für Logistikunternehmen wie DPD soll der VN5 nicht nur auf der letzten Meile, sondern auch als Bindeglied zwischen Innenstädten und außerhalb liegenden Verteilzentren dienen.

„Wir sind sehr gespannt, wie die Technologie für uns funktioniert. Der VN5 ist eine sehr flexible Lösung und könnte uns gut dabei unterstützen, einige Herausforderungen zu meistern", erklärte DPD-Geschäftsführer Dwain McDonald.

Die Technologie sei intelligent und man könne beispielsweise Geo-Fencing dazu nutzen, dass die Fahrzeuge automatisch auf den rein elektrischen Betrieb umschalten, wenn sie in Innenstadtbereiche und Umweltzonen einfahren. Man werde sehen, ob die Technologie die Anforderungen erfüllt.

LEVCs Testphase ist auf die nächsten Monate angesetzt und soll mehr als 25 Partner aus verschiedenen Branchen vom Werkzeugverleih bis hin zu Energieversorgern und Postdienstleistern abdecken, um das Fahrzeug in verschiedenen Anwendungsbereichen zu testen.

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