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DPD kündigt weitere Preiserhöhung an

Die internationale DPDgroup und DPD Deutschland konnten in den ersten sechs Monaten 2019 ein Umsatzwachstum und höhere Durchschnittserlöse erzielen.

DPD erwartet einen steigenden Anteil von Direktzustellungen an Paketshops. Foto: DPD
DPD erwartet einen steigenden Anteil von Direktzustellungen an Paketshops. Foto: DPD
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Daniela Kohnen

DPD Deutschland verzeichnete nach eigenen Angaben in den ersten sechs Monaten 2019 einen Umsatzzuwachs von 5,9 Prozent. Die Basis dafür wären deutliche Preiserhöhungen sowie ein konsequenter Fokus auf margenträchtige Segmente wie den internationalen Versand und Premium- und Express-Services gewesen.

Dadurch hätte eine Steigerung der Durchschnittserlöse um mehr als sieben Prozent erreicht werden können, hieß es. Zur Steigerung der Profitabilität habe DPD Deutschland das Wachstum nach eigenen Angaben bewusst gedrosselt und vereinzelt auch Verträge mit margenschwachen Kunden gekündigt. Boris Winkelmann, CEO von DPD Deutschland:

„Nach einem herausfordernden Jahr 2018 können wir auf eine erfreuliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2019 zurückschauen. Wir sind zuversichtlich, dass sich dieser positive Trend auch bis Jahresende bestätigen wird. Der Kostendruck und das Marktumfeld haben sich jedoch keinesfalls entspannt. Für eine gesunde Marktentwicklung werden deutliche Preiserhöhungen auch weiterhin unumgänglich sein.“

Bei DPD erwartet man, dass die Bedeutung von Alternativen zur Haustürzustellung noch deutlich ansteigt. Winkelmann:

„Im Zuge von Preiserhöhungen und der verschärften Klimaschutzdebatte sehen wir eine zunehmende Nachfrage nach günstigen und umweltfreundlichen Belieferungen direkt an einen Paketshop.“

Deutliche Lohnkostensteigerungen sowie der branchenweite Arbeitskräftemangel würden ebenso zu gestiegenen Kosten beitragen wie neue Vorschriften und Regulierungen wie etwa die ausgeweiteten Mautkosten und ein gestiegener Mindestlohn.

Bei der internationalen DPDgroup ist der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2019 um 7,2 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro angestiegen, hieß es. Auch dort wäre das Wachstum durch gestiegene Preise und Zuschläge getrieben gewesen, während die Paketmengen nur moderat um 2,3 Prozent auf 638 Millionen gewachsen seien.

Der Anteil der Zustellungen an private Empfänger (B2C) sei auf 44 Prozent angestiegen. Die größten Märkte Deutschland, Frankreich und Großbritannien würden ein solides Wachstum im einstelligen Prozentbereich verzeichnen, über zehn Prozent erzielte DPD in Polen und Benelux.

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