DocStop: Zehn Jahre Dienst für erkrankte Lkw-Fahrer

Ihr zehnjähriges Jubiläum feiert die von Rainer Bernickel ins Leben gerufene Initiative DocStop, die sich der medizinischen Versorgung von Lkw-Fahrern verschrieben hat.
DocStop-Initiator Rainer Bernickel (l.) und der Vereinsvorsitzende Joachim Fehrenkötter (r.) sind unermüdlich im Einsatz, um die medizinische Unterwegsversorgung von Bus- und Lkw-Fahrern europaweit zu verbessern.
DocStop-Initiator Rainer Bernickel (l.) und der Vereinsvorsitzende Joachim Fehrenkötter (r.) sind unermüdlich im Einsatz, um die medizinische Unterwegsversorgung von Bus- und Lkw-Fahrern europaweit zu verbessern.
Christine Harttmann

Ein Netz von inzwischen mehr als 700 Medizinern hat in dieser Zeit bereits viele Trucker behandelt, bei denen auf einer ihrer Touren gesundheitliche Beschwerden aufgetreten sind. Inzwischen sind es mehr als 4.000 Bus- und Lkw-Fahrer nutzen jedes Jahr das Ärztenetz. Auch in Dänemark und Österreich gibt schon DocStop-Organisationen.

Jederzeit ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können, ist für Berufskraftfahrerinnen und -fahrer noch immer keine Selbstverständlichkeit. Denn wer, wie diese Berufsgruppe, Tag für Tag unterwegs ist und oft von einem Verladeort zum anderen eilt, hat es mitunter sehr schwer, bei akuten gesundheitlichen Problemen schnell und unkomplizierte Hilfe zu finden. „Vieles ist Dank der tatkräftigen Unterstützung unserer Förderer inzwischen sehr, sehr viel besser geworden“, resümiert DocStop-Initiator Rainer Bernickel zum zehnjährigen Bestehen der Initiative. „Allein im letzten Jahr haben wir in über 4.000 Fällen geholfen. Bis unser medizinisches Netzwerk aber tatsächlich europaweit alle Lücken schließt und dazu beiträgt, dass sich Lkw-Fahrerinnen und -fahrer quasi vom Arbeitsplatz Lkw direkt zu einem Arzt begeben können, ist es aber noch ein weiter Weg.“ Primäres Ziel ist es nach Angaben des Vorsitzenden Joachim Fehrenkötter, DocStop in Deutschland und in den angrenzenden europäischen Ländern in Kooperation mit anderen Partnern zu einem führenden Leitbegriff für die medizinische Unterwegsversorgung zu machen.

Niemand ist diesem Thema so intensiv verbunden wie der 70-jährige Polizeihauptkommissar Rainer Bernickel, der für seine Verdienste inzwischen sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. „Am Anfang war es wirklich ein Kampf gegen die Windmühlen. Oft wurden wir belächelt und unser Ansinnen als aussichtslos beurteilt“, erinnert sich der engagierte Münsteraner. Doch Bernickel wusste aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen als Beamter der Autobahnpolizei genau, worum es geht: „Da ist man als Lkw-Fahrer unterwegs und merkt plötzlich, dass man vor akuten Schmerzen nicht mehr ein noch aus weiß. Man kann aber nicht einfach alles stehen und liegen lassen: Was wird mit den festgesetzten Terminen? Wohin mit dem Lkw? Was wird mit der Ware? Und vor allem: Wo ist der nächste Arzt? Im Zweifelsfall weiß man also wirklich nicht, was man machen soll und setzt seine Fahrt einfach fort. Das aber bedeutet letztlich ein erhebliches Risiko für den Lkw-Fahrer selbst und auch für den Straßenverkehr!“

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