Digitalisierung: Viele Chancen bleiben noch ungenutzt

Wenn es um die Auswertung von Tachographendaten geht, setzten viele Transport- und Logistikunternehmen nach wir vor auf den manuellen Download.

Wenn der Überblick über Restlenkzeiten fehlen, müssen Transportunternehmen Aufträge absagen. (Foto: Pixabay)
Wenn der Überblick über Restlenkzeiten fehlen, müssen Transportunternehmen Aufträge absagen. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Unter 1.200 Fuhrpark-Entscheidungsträgern in europäischen Transportunternehmen habe fast jeder fünfte geantwortet, dass er die Tachographendaten heute noch immer manuell herunterlade. So fasst Webfleet Solutions das Ergebnis einer Umfrage zusammen, die der Anbieter von Software und Lösungen für Flottenmanagement selbst initiiert hatte. Die Softwareschmiede wollte Handhabung und Effektivität des Fahrtenschreibers analysieren. Wolfgang Schmid, Vertriebschef in der DACH-Region, erklärt dazu:

„Transportunternehmen haben die geltenden Tachographenbestimmungen einzuhalten, müssen aber gleichzeitig ihre Prozesse so ausrichten, dass die Erfüllung der entsprechenden Anforderungen nicht das Kerngeschäft behindert.“

Trotz der fortschreitenden Digitalisierung würden noch immer rund 40 Prozent der Unternehmen, die den Download manuell durchführen, monatlich bis zu 30 Minuten pro Fahrzeug aufwenden. Weitere 18 Prozent gaben in der Umfrage an, dass sie sogar bis zu einer Stunde benötigen. Dabei ist Schmid überzeugt, der Arbeitsaufwand in den Unternehmen de facto sogar noch größer ist:

„Würde man diese Zeit jeweils auf die individuelle Flottengröße eines Unternehmens hochrechnen, wäre der negative Effekt auf die Produktivität noch deutlicher.“

Aus dem Umfrageergebnis zieht Webfleet daher den Schluss, dass es sich auch für Unternehmen, die den Remote-Download nutzen, als kostenaufwendig, belastend und störend erweisen könne, wenn die die Tachographenbestimmungen einhalten müssen. 50 Prozent dieser Transportunternehmen fänden es kompliziert, so wird aus dem Umfrageergebnis zitiert, Daten zur Verfügbarkeit ihrer Fahrer zu erhalten, obwohl genau diese Daten für die Planung wichtig wären. Um die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten, müssen Fahrer regelmäßig von ihren Routen abweichen oder in der potenziellen Arbeitszeit lange Pausen machen, und für die Verwaltung und Auswertung der Daten sind zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich. Viel zu viele Aufträge müssen abgesagt werden, da der Überblick über die Restlenkzeiten am entsprechenden Tag fehlt.

Schmid ist überzeugt:

„Telematiklösungen helfen bei der Einhaltung von Tachographenbestimmungen. Mit Software-Lösungen wie Webfleet können Transportunternehmen alle erforderlichen Informationen dokumentieren, den Verwaltungsaufwand durch Remote-Downloads minimieren und Inspektionen erleichtern, indem sie alle ihre Einträge in einem Archiv aufbewahren. Das Risiko für Verstöße und Bußgelder wird dabei erheblich verringert.“

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