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Dieselfahrzeuge: DUH hat im Straßenbetrieb gemessen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im realen Straßenbetrieb 36 Diesel der Abgasstufe Euro 6 auf ihren Stickoxidausstoß hin untersucht. Der "VW T6" war eines von drei Fahrzeugen, das die Grenzwerte eingehalten hat.
Das UBA hat eigene Realemissionsmessungen bei Diesel-Fahrzeugen - hier Verbrauchsmessungen von PSA - im Straßenbetrieb durchführen lassen. (Foto: Groupe PSA)
Das UBA hat eigene Realemissionsmessungen bei Diesel-Fahrzeugen - hier Verbrauchsmessungen von PSA - im Straßenbetrieb durchführen lassen. (Foto: Groupe PSA)
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Christine Harttmann

Obwohl die Messungen zwischen Mai und September bei überwiegend sommerlichen Temperaturen erfolgt seien, hätten 33 der 36 Fahrzeuge die Stickoxid-Grenzwerte um das bis zu 9,2-fache überschritten, teilte der Verband nun auf einer Pressekonferenz in Berlin mit. Zugleich zeige die Tatsache, dass drei Fahrzeuge die Grenzwerte unterschreiten, dass eine wirksame Abgasreinigung grundsätzlich machbar sei. Mit den nun sinkenden Außentemperaturen plant die DUH nun auch das Abgasverhalten im Winterhalbjahr zu überprüfen. Von mehreren Herstellern ist bekannt, dass sie unterhalb bestimmter Außentemperaturen die Abgasreinigung massiv reduzieren.

Unter den sieben Fahrzeugen mit den schlechtesten Abgaswerten finden sich gleich drei Fahrzeuge der Herstellers Ford. Auch die getesteten Modelle Opel(GM) und Renault/Nissan zeigten durchgehend hohe Stickoxidwerte. Nur drei Fahrzeuge, darunter der „VW T6“, hielten den für das jeweilige Fahrzeug geltenden Euro-6-Grenzwert auf der Straße ein.

Auffällig sei, dass die getesteten Modelle von VW im Mittel niedriger lagen als die der meisten anderen Hersteller, so die DUH. „Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass VW offenbar aus dem massiven öffentlichen Druck der letzten Monate gelernt hat“, kommentierte dies Axel Friedrich, Leiter der Untersuchung. „Es ist dringend nötig, dass andere Hersteller dies auch endlich verstehen und auch die Fahrzeuge im Felde nachbessern.“ Dass dies möglich sei, zeige das Beispiel des Opel Zafiras. Nach der Nachbesserung durch Opel sind die Stickoxidemissionen um mehr als 75 Prozent niedriger als bei vorangegangenen Messungen.

Die heute vorgestellten Messungen wurden im Rahmen des in diesem Frühjahr neu eingerichteten „Emissions-Kontroll-Instituts“ (EKI) der DUH durchgeführt. Die fachliche Leitung hat Dr. Axel Friedrich, international tätiger Verkehrsexperte und ehemaliger Leiter der Abteilung Verkehr, Lärm des Umweltbundesamtes. Getestet wurden zwischen Mai und September Fahrzeuge der Euronorm 6, die aktuell verkauft werden. Ein Schwerpunkt der Auswahl lag auf Fahrzeugen der Top 30 der meistverkauften Diesel-Modelle in Deutschland.

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