Die Letzten ihres Standes?

Transport-Chefredakteur Torsten Buchholz macht sich Sorgen um die Zukunft des Berufsstands des Lkw-Fahrers.
Torsten Buchholz

Im Bayerischen Fernsehen läuft unter dem Titel „Der Letzte seines Standes“ eine Dokumentationsreihe über aussterbende handwerkliche Berufe. Derzeit kann man den Eindruck gewinnen, dass die deutschen Berufskraftfahrer bald auch als Kandidaten für dieses TV-Format infrage kommen. Natürlich ist ein Lkw-Fahrer kein Holzrücker, Messerschmied oder Kalkbrenner. Tatsache ist allerdings, dass das Interesse am Fahrerberuf gerade bei jungen Menschen immer geringer wird. Dass nun gerade die Vernetzung und das autonome Fahren den Arbeitsplatz Fahrerhaus attraktiver machen sollen, halte ich für einen Trugschluss. Das Ganze verleiht einem Berufszweig, der immer noch vom Mythos, aber auch von der Notwendigkeit der physischen Arbeit getragen wird, den fahlen Beigeschmack des Überflüssigen und Wertlosen. Einen ähnlichen Effekt dürfte der Versuch der Deutschen Post haben, den ausgebildeten Postboten durch relativ gut bezahlte Ungelernte zu ersetzen. So war es in der Bild zu lesen. Das mag zwar aus der Not des Fachtkräftemangels heraus geboren sein, zeigt allerdings auch, dass im digitalen Schlaraffenland wohl nicht für jeden Berufsstand Platz genug ist.

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