Die Güterbahnen: Kritik am Ende der Strompreisbremse

Die zum Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V. gehörende Vereinigung kritisiert die Rücknahme der Strompreisbremse zum 31. Dezember 2023.

„Die Güterbahnen“ sehen angesichts höherer Strompreise ab 1. Januar 2024 ungeplante Zusatzkosten auf sich zukommen. Foto: Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.
„Die Güterbahnen“ sehen angesichts höherer Strompreise ab 1. Januar 2024 ungeplante Zusatzkosten auf sich zukommen. Foto: Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.
Daniela Sawary-Kohnen

Die von Finanzminister Lindner angekündigte Bahnstrompreis-Vollbremsung zu Silvester beschert den Güterbahnen (ohne DB Cargo) laut „Die Güterbahnen“ Mehrausgaben in zweistelliger Millionenhöhe für das 1. Quartal 2024.

Trotz mittlerweile sehr niedriger Börsenstrompreise zahlten viele Eisenbahnen noch eine Weile jeden Tag für einen Teil ihrer mittellangen Strombeschaffungsverträge Preise, die aus der Hochphase der Stromkrise stammten. Peter Westenberger, Geschäftsführer der Güterbahnen:

„Wir nehmen es nicht persönlich und aktuell haben alle ihr Päckchen zu tragen, aber die aktuelle Haushalts- und Wirtschaftspolitik mit freischwingender Abrissbirne ist verheerend.“

Güterbahnen seien energieeffizient und besonders klimafreundlich, weil sie täglich fast vollständig elektrisch eine Million Tonnen Güter durch Deutschland fahren würden, so Westenberger weiter:

„Wir waren dankbar, dass sie von der Strompreisbremse profitieren und so den Kostennachteil zum Diesel-Lkw mildern konnten. Jetzt werden im Tagestakt ungeplante Kostensteigerungen verkündet, in deren Folge der Schienenverkehr massiv an Wettbewerbsfähigkeit verliert.“

Binnen einer Woche habe es zwei Verkürzungen der Strompreisbremse gegeben, einen Ausschluss von der Stromsteuersenkung und den Hinweis des Verkehrsministers, dass 25 Milliarden für die Infrastruktur der klimafreundlichen Schiene im Feuer stünden. Westenberger:

„Verkehrs- und klimapolitisch führt diese Vorgehensweise in den Abgrund.“

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