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DHL: Zukunftsforschung für Logistik

In seinem Innovation Center in Troisdorf will DHL die Evolution der Logistik vorantreiben. Als ein Ergebnis bei der Ideensuche rollt in Bad Hersfeld der Zustellroboter „PostBOT“ mit Postsendungen durch die Straßen.
Ob Roboter oder Lieferfahrzeug: DHL setzt immer mehr auf Elektromobilität. (Foto: C. Harttmann)
Ob Roboter oder Lieferfahrzeug: DHL setzt immer mehr auf Elektromobilität. (Foto: C. Harttmann)
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Christine Harttmann

Als modern und fortschrittlich präsentierte sich DHL auf seinem Innovation Day 2017. Partner, Mitarbeiter und Pressevertreter hatte der Konzern dafür in sein Innovation Center nach Troisdorf bei Bonn geladen. Auf der Agenda standen Diskussionen und Workshops zu verschiedenen Zukunftsthemen. Der Konzern wollte den Besuchern zeigten, was in seinem Think Tank passiert.

Den Anspruch den DHL an die Mitarbeiter seines Zukunftslabors stellt, umschrieb Vorstandsmitglied Dr. Thomas Ogilvie mit „prototype the future“. Um die Evolution der Logistik gehe es, konkretisierte der Post-Manager weiter. Dabei dürfen die kreativen Köpfe des Innovation Lab als „Vordenker in der Logistikbranche“ den Konzern ab und zu auch vor sich hertreiben. Ein Produkt aus diesen Start-up Labs immerhin wagt bereits seine ersten Laufversuche: der Zustellroboter.

Im hessischen Bad Hersfeld hat DHL den „PostBOT“ im Oktober vorgestellt. Er begleitet dort die Zustellerinnen und Zusteller auf ihren Touren. Der elektrisch fahrende Roboter ist zunächst in zwei Zustellbezirken unterwegs und transportiert dabei sechs Briefbehälter mit Sendungen. Sie sollen damit die Postboten nicht nur beim Tragen unterstützen, sondern ihnen auch sonst die Arbeit erleichtern. Mit dem Test will die Deutsche Post herausfinden, wie Roboter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im körperlich anspruchsvollen Zustellalltag künftig unterstützen können.

In dem Zukunftslabor von Troisdorf geht es aber nicht nur um Robotik. Auch an Softwareentwicklungen oder Businessmodellen wird gearbeitet. Bevor aber eine Idee in Entwicklungsphase darf, muss sie sich in einem Elevator Pitch bewähren. Wie das funktioniert, durften die Gäste der Veranstaltung, selbst aktiv erleben. So durften sie in einem Think Tank mit darüber abstimmen, welchem von drei Projekten, sie die besseren Aussichten für den großen Erfolg in der Zukunft zutrauen. Drei Projekte präsentierten die Referenten, die sie in der Logistik der Zukunft platzieren wollen.

Das erste mit dem Namen „Flow2“ hatte „shared economy“ zum Thema. Dabei geht es darum, Ressourcen zu teilen – nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch mit Partnern. Die Entwickler des Innovation Lab wollen dafür einen Marktplatz ersinnen – eine App, die die Gemeinsalme Nutzung der Betriebsmittel erleichtert.

„Living Packets“ hingegen soll das Uber der Transportbranche werden. Reisende, so der der Ansatz, könnten sich als private Postboten Geld hinzuverdienen. An Bahnsteigen und Flughäfen bekämen sie Pakete- und Briefsendungen in die Hand gedrückt, in spezielle Taschen verpackt, deren Verschluss Signale sendet. Es gebe keine bessere und schnellere Möglichkeit, ein Paket von einer Stadt zur anderen zu bringen, so die Argumentation. Und grün sein das auch noch. Die Gäste im Innovation Lab allerdings gaben der Idee mit Namen „Parcelly“ den Vorzug. Mit der App lassen sich die Service Points zuhause und international steuern, an denen der Paketbote die Sendungen für den Empfänger hinterlegt.

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