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DHL kombiniert LNG-Zugmaschine mit Megatrailer

In einem Pilotprojekt mit BMW erprobt DHL erstmals einen LNG-Truck im Megatrailer-Bereich. Bisher war das aufgrund der Tankkonstruktion nicht möglich. Die Fahrzeuge verkehren im Shuttleverkehr zwischen Produktion und Logistikcentern.

Sauber in der Automobillogistik: Erstmals kommt ein LNG-Lkw mit Megatrailer zum Einsatz. (Foto: DP DHL)
Sauber in der Automobillogistik: Erstmals kommt ein LNG-Lkw mit Megatrailer zum Einsatz. (Foto: DP DHL)
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Johannes Reichel

Die Straßengütertochter der Deutschen Post DHL Group DHL Freight hat jetzt einen der ersten mit Flüssiggas (LNG) betriebenen Langstreckensattelzüge für Megatrailer in Dienst genommen. Während der einjährigen Testphase soll der Iveco Stralis als täglicher Shuttle zwischen den Logistikcentern von DHL und einem Produktionsstandort der BMW Group in Süddeutschland operieren. Aufgrund ihrer größeren Ladehöhe und damit gesteigerter Ladungs- und Kraftstoffeffizienz werden Megatrailer bevorzugt im Automobilsektor genutzt. Dies mache die BMW Group zum idealen Erprobungspartner, erläutert der Logistiker den Hintergrund.

„Die Kombination von LNG-Sattelzug und Megatrailer stellt eine vielversprechende Lösung für die Automobillogistik dar. Wir werden den Transportanforderungen des Kunden gerecht und sind gleichzeitig in der Lage, die Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette zu senken“, meint Uwe Brinks, CEO DHL Freight.

Die durch den Einsatz von Flüssigerdgas verbesserte Kraftstoffeffizienz und eine erwiesene Emissionsreduktion ermöglichten einen nachhaltigeren Straßentransport über längere Distanzen, versichert Brinks weiter.

Der Anbieter hat bereits in Belgien erfolgreich erste Erfahrungen mit LNG-Lkw gesammelt. Seit Sommer 2018 sind vier neue Langstrecken-Lkw für einen der größten Entwickler und Anbieter von Sportschuhen und Sportbekleidung im Einsatz, um dessen Lieferkette nachhaltiger zu gestalten. Zum ersten Mal könne nun ein mit Flüssigerdgas betriebener Sattelzug mit einem Megatrailer kombiniert werden - dies war zuvor aufgrund der Tankkonstruktion nicht möglich. Dank der lichten Ladehöhe von drei Metern ließen sich größere Ersatzteile und mehr Gitterboxen für Zulieferteile laden, der Standard im Automobilsektor. Im vergangenen Jahr hat der Logistikdienstleister den Vertrag mit der BMW Group verlängert und ist damit auch weiterhin in 17 Ländern für die Landtransporte des Fahrzeugherstellers verantwortlich. Zudem konnte die Zusammenarbeit mit dem Konzern um das Supply-Chain-Management für sieben weitere Gebiete ausgebaut werden.

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