DHL Express ordert 100 Fuel-Cell-Vans von StreetScooter

Die Post-Tochter StreetScooter und Ford bringen einen H2-Transporter auf Transit-Basis auf die Straße. DHL Express hat die ersten 100 Elektrotransporter geordert. Vorerst besteht kein Vertrieb an Externe.

Dank Wasserstoff soll die Elektromobilität bei DHL künftig auch ohne Sorgen um die Reichweite funktionieren. | Foto: DPDHL
Dank Wasserstoff soll die Elektromobilität bei DHL künftig auch ohne Sorgen um die Reichweite funktionieren. | Foto: DPDHL
Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der KEP-Dienstleister DHL Express und der Elektronutzfahrzeughersteller StreetScooter, eine Deutsche Post-Tochter, haben am Rande des Green Tech Festivals in Berlin ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines neuen Elektrotransporters bekanntgegeben.

Der neue "H2 Panel Van" werde der erste serienmäßige 4,25 Tonnen-Elektrotransporter sein, dessen Antrieb während der Fahrt von einer Brennstoffzelle mit zusätzlicher Energie versorgt wird und dadurch Reichweiten von bis zu 500 Kilometern erzielen kann, skizziert der Anbieter.

Der Logistiker hat in einem ersten Schritt 100 dieser Brennstoffzellenfahrzeuge bestellt, deren Auslieferung bereits 2020 starten und 2021 abgeschlossen sein soll. Fabian Schmitt, Chief Technical Officer der StreetScooter GmbH:

"Wir sind davon überzeugt, dass die Brennstoffzelle ein immer wichtigerer Bestandteil im Markt der Elektromobilität wird, ermöglicht sie doch höhere Reichweiten der Fahrzeuge, die für viele Kunden essentiell sind. Mit dem Panel Van schlägt StreetScooter ein weiteres Kapitel in seiner Innovationsgeschichte auf und tritt in eine neue Wachstumsphase ein."

Der H2-Transporter basiert auf dem - von DHL Paket bereits eingesetzten - Pakettransporter StreetScooter Work XL, wird allerdings statt des Kofferaufbaus einen für die Expresszustellung typischen Kastenaufbau haben. Dieser ermöglicht ein Ladevolumen von über 10 Kubikmetern, gut für etwa 100 Expresspakete.

Als Zuladung sind über 800 Kilogramm möglich, der E-Transporter erreicht somit ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen. Aufgrund der in Deutschland gültigen Ausnahmeregelung für batterieelektrische leichte Nutzfahrzeuge dürfen auch Inhaber eines Führerscheins der Klasse B dieses Fahrzeug fahren.

Der Logistiker wird den neuen Transporter vorerst exklusiv nutzen, ein Verkauf an Dritte außerhalb des Konzerns Deutsche Post DHL Group ist derzeit nicht geplant. Wie sein großer Bruder Work XL wird auch der H2 Panel Van in Zusammenarbeit mit Ford realisiert.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) gefördert. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU):

"Wir brauchen weiterhin den technologieoffenen Ansatz. Deshalb fördern wir auch die Beschaffung des neuen E-Transporters mit Brennstoffzelle. Denn nur mit hohen Reichweiten und marktfähigen Preisen erreichen wir es, dass die Lieferverkehre künftig klimafreundlich mit alternativen Antrieben unterwegs sind."

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