Deutsche Seehäfen: China war 2020 wichtigster Handelspartner

In den deutschen Seehäfen hat 2019 der Warenverkehr von und nach China entgegen dem Trend deutlich zugelegt.

2019 ist der Handel mit China über die deutschen Seehäfen gewachsen. (Foto: Jade Weserport)
2019 ist der Handel mit China über die deutschen Seehäfen gewachsen. (Foto: Jade Weserport)
Christine Harttmann

Während der Güterumschlag in der Seeschifffahrt insgesamt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr sank, nahm die im Warenverkehr mit dem fernöstlichen Land abgewickelte Gütermenge um 8,9 Prozent zu. Die deutschen Seehäfen wickelten von ihren insgesamt 294,5 Millionen Tonnen Gütern, die sie in ihren Terminals auf- und abluden, immerhin 23,9 Millionen Tonnen im Warenverkehr mit der Volksrepublik China ab.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis), das die Zahlen veröffentlicht hat, weiter mitteilt, stieg die von ausländischen Häfen empfangene Gütermenge im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent, der Versand in das Ausland fiel um 0,8 Prozent. Der Seeverkehr innerhalb Deutschlands ging um 6,4 Prozent auf 7,6 Millionen Tonnen zurück. Aus chinesischen Seehäfen gelangten 2019 insgesamt 13,5 Millionen Tonnen Güter nach Deutschland. Aus deutschen Seehäfen nach China geliefert wurden 10,4 Millionen Tonnen.

Laut der Statistik erzielten die deutschen Seehäfen auch 2019 ihr höchstes Umschlagvolumen mit den Märkten in Europa. 165,9 Millionen Tonnen waren es. Asien einschließlich China folgte mit 56,4 Millionen Tonnen. Mit Amerika tauschte die Wirtschaft über die deutschen Seehäfen eine Warenmenge von 43,3 Millionen Tonnen aus, mit Afrika 17,5 Millionen Tonnen.

Das Afrikageschäft wuchs im Vergleich zu 2018 um 21,8 Prozent, der Güterumschlag mit Asien einschließlich China moderat um 2,6 Prozent. Das Umschlagsvolumen mit den Vereinigten Staaten stagnierte während der Umschlag mit den europäischen Staaten um 2,6 Prozent zurückging. Letzteres betraf vor allem die Staaten der Europäischen Union (EU 28) deren Umschlagmenge in den deutschen Seehäfen um 6,8 zurückging. Das Umschlagsvolumen mit dem Vereinigten Königreich, das Ende Januar 2020 die EU verlassen hat, ist 2019 um 12,5 Prozent gesunken.

Der für den Güterumschlag bedeutendste deutsche Seehafen war Hamburg mit einem Umschlagsvolumen von 117,2 Millionen Tonnen, gefolgt von Bremerhaven (47,6 Millionen Tonnen), Wilhelmshaven (23,1 Millionen Tonnen), Rostock (19,9 Millionen Tonnen) und Lübeck (16,0 Millionen Tonnen).

Der Containerumschlag 2019 lag wie im Vorjahr bei 15,1 Millionen TEU (20-Fuß-Standartcontainer). An der Spitze der Partnerstaaten im Containerverkehr mit deutschen Seehäfen lag weiterhin mit deutlichem Abstand China mit 3,1 Millionen TEU vor den USA mit 1,4 Millionen TEU und Russland mit 0,7 Millionen TEU.

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