Deutsche Post DHL Group: Positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal

Der Post-Konzern rechnet nach vorläufigen Ergebnissen für April bis Juni 2020 mit einer Steigerung des Ebit von 16 Prozent auf rund 890 Millionen Euro.

Positives zweites Quartal für die Deutsche Post DHL Group. Foto: Deutsche Post DHL Group
Positives zweites Quartal für die Deutsche Post DHL Group. Foto: Deutsche Post DHL Group
Daniela Kohnen

Die Deutsche Post DHL Group konnte ihren Gewinn nach vorläufigen Ergebnissen im zweiten Quartal 2020 steigern, erklärte das Unternehmen am gestrigen Dienstag in einer Pressemitteilung. Demnach stieg das vorläufige Konzern-Ebit während der Corona-Krise um rund 16 Prozent auf rund 890 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mit 769 Millionen Euro und um Einmaleffekte im Vorjahr und in diesem Jahr bereinigt sogar um rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für den Bereich Post & Paket Deutschland beträgt das operative Ergebnis demnach rund 260 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mit 177 Millionen Euro. Der Bereich Express lag im zweiten Quartal mit einem Ebit von rund 560 Millionen Euro über dem Ergebnis des Vorjahresquartals von 521 Millionen Euro.

Der Bereich Global Forwarding, Freight verzeichnete mit rund 190 Millionen Euro ebenfalls ein Ergebnis über dem des Vorjahres mit 124 Millionen Euro. Im Bereich Supply Chain schlugen laut dem Post-Konzern von den Sonderabschreibungen im zweiten Quartal rund 60 Millionen zu Buche, so dass das Ergebnis mit 30 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis von 87 Millionen Euro blieb.

Der Bereich eCommerce Solutions erreichte trotz Sonderabschreibungen von rund 30 Millionen Euro ein ausgeglichenes Ebit im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 18 Millionen Euro. Frank Appel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post DHL Group:

„Wir haben unser Unternehmen bisher sehr gut durch diese Krise gesteuert. Das verdanken wir unseren engagierten Kolleginnen und Kollegen weltweit. Nur durch den unermüdlichen Einsatz unserer Teams haben wir es geschafft, die Lieferketten und damit die weltweite Versorgung aufrecht zu erhalten. In den vergangenen Monaten hat sich mehr denn je unsere fundamentale Stärke und Resilienz als Konzern ausgezahlt: Wir haben mit unserem breiten Portfolio von führenden Logistikdienstleistungen das richtige Geschäftsmodell, um das Rückgrat des Welthandels zu bilden.“

Für das Gesamtjahr 2020 erwartet der Konzern ein operatives Ergebnis zwischen 3,5 und 3,8 Milliarden Euro. Für den Bereich Post & Paket Deutschland erwarte man ein Ebit von rund 1,5 Milliarden Euro, so das Unternehmen. Für die DHL-Divisionen prognostiziere man ein operatives Ergebnis zwischen 2,8 und 3,1 Milliarden Euro.

Die Prognose für 2022 umfasse für den Post-Konzern nun drei Szenarien, hieß es aus der Unternehmenszentrale. Demnach werde bei einer anhaltenden Ungewissheit über den Verlauf einer wirtschaftlichen Erholung in den kommenden zwei Jahren der mittelfristige Ergebnisausblick des Konzerns für 2022 im günstigsten Fall mit einer zügigen Erholung der Weltwirtschaft ohne breite Rückschläge in der Pandemieentwicklung mit einem Ebit von mehr als 5,3 Milliarden Euro ausgehen.

Für den Fall einer eher zögerlichen Fahrt aufnehmenden Erholung wie beispielsweise durch lokale Rückschläge in der Pandemieentwicklung müsse man mit einem Ebit von rund 5,1 Milliarden Euro rechnen. Im ungünstigen Fall eines sehr langsamen Verlaufs der Erholung erwarte der Konzern ein operatives Ergebnis von rund 4,7 Milliarden Euro.

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