Deutsche Post DHL Group: Die Geschäfte prosperieren

Umsatz von DHL ist im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2021 weiter gestiegen. In seiner Quartalsbilanz identifiziert der Logistikkonzern den spürbar anziehenden Welthandel.

Trotz einer anhaltend angespannten Situation weltweit stiegen auch die Volumina in der Seefracht um 3,1 Prozent. (Foto: Deutsche Post DHL Group)
Trotz einer anhaltend angespannten Situation weltweit stiegen auch die Volumina in der Seefracht um 3,1 Prozent. (Foto: Deutsche Post DHL Group)
Christine Harttmann

Der DHL-Konzern steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal 2021 um 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert und erwirtschaftete 20,0 Milliarden Euro. Als einen Grund für das Wachstum gibt das Unternehmen in seiner Pressemeldung vom 4. November 2021 die starke Nachfrage nach Logistikdienstleistungen an. Der „spürbar anziehende Welthandel“ habe insbesondere bei den DHL Divisionen zu einem Ergebnissprung geführt. Obwohl der stationäre Einzelhandel wieder geöffnet habe, hätten sich die Sendungsmengen im Onlinehandel auf einem höheren Niveau stabilisiert.

Das operative Ergebnis (Ebit) stieg um 28,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Die Ebit-Marge verbesserte sich auf 8,8 Prozent. Vor einem Jahr war sie bei 8,5 Prozent gelegen. In der Folge hat der Konzern nun seinen Ergebnisausblick erneut angehoben: Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet er ein Rekordergebnis von mehr als 7,7 Milliarden Euro. Für 2023 prognostiziert er ein Ebit von mehr als 8,0 Milliarden Euro. Post-Chef Frank Appel spricht von einem „Rekord-Gesamtjahresergebnis“, das bereits jetzt die Spitzenergebnisse des Vorjahres übertreffe.

„Ausgehend von dem erreichten deutlich höheren Ergebnisniveau sind die Vorzeichen für die zukünftige Entwicklung von Deutsche Post DHL Group anhaltend positiv: Der Welthandel ist auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Der Online-Handel hält sich auf seinem neuen höheren Niveau“, so der Vorstandsvorsitzende.

Wichtige Kennzahlen liegen deutlich die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020, das der Konzern bisher als das „Beste der Unternehmensgeschichte“ bezeichnet. So ist das Ebit in den ersten neun Monaten 2021 auf rund 5,8 Milliarden Euro gestiegen. Im Vorjahr waren es 2,9 Milliarden Euro gewesen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2021 prognostiziert DHL ein Rekordergebnis von mehr als 7,7 Milliarden Euro, zehn Prozent mehr als im Jahr 2021.

Einen deutlichen Sprung machte die Expresssparte. Von 753 Millionen Euro im dritten Quartal 2020 auf 971 Millionen Euro erhöhte sich das Ebit. Ein Treiber der Entwicklung sei der deutliche Anstieg des durchschnittlichen Gewichts pro Sendung, so die Mitteilung. Die Kapazitätsauslastung in der internationalen Expresslogistik habe sich weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegt. Die internationalen zeitgenauen Expresssendungen (TDI) pro Tag nahmen um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Um mehr als das Doppelte schnellte das Ebit der Global Forwarding, Freight-Sparte in die Höhe: von 155 Millionen Euro im Vorjahr auf 372 Millionen Euro. Neben dem sehr starken Umsatzwachstum von 53,3 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro sei die deutlich verbesserte Effizienz einer der Gründe für den Erfolg gewesen. Außergewöhnlich deutlich hätten die Transportvolumina in der Luftfracht zugelegt. Bei einem Plus von 34,4 Prozent sei das Niveau von vor der Pandemie deutlich überschritten worden. Trotz einer anhaltend angespannten Situation weltweit konnten auch die Volumina in der Seefracht noch leicht um 3,1 Prozent gesteigert werden.

Das operative Ergebnis im Unternehmensbereich Supply Chain ist im dritten Quartal ebenfalls gestiegen – auf 42 Millionen Euro gegenüber 112 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz legte 18,5 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro zu. Zu dieser positiven Entwicklung in der Kontraktlogistik haben nahezu alle Regionen und Sektoren beigetragen. Erfolgreich entwickelte sich auch das Neugeschäft im laufenden Jahr, dessen Umsatz auf Jahresbasis von 844 Millionen Euro auf 980 Millionen Euro zulegte.

Die Division eCommerce Solutions konnte ihr Ebit im dritten Quartal von 76 Millionen Euro auf 91 Millionen Euro steigern. Der Umsatz legte um 13,2 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro zu. Dabei verteilte sich das Umsatzwachstum ausgewogen über alle Regionen. Eine der stärksten Entwicklungen verzeichnete Indien, wo das Geschäft im Vorjahr noch deutlich durch die Pandemie beeinträchtigt war. Im Jahresverlauf bewegten sich die Paketmengen in den meisten Regionen über dem Vorjahr.

Der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland erzielte im dritten Quartal 2021 ein Ebit von 300 Millionen Euro, 80 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal. Darin enthalten waren erhöhte Personal- und Materialkosten für den Aufbau zusätzlicher Ressourcen für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Der Umsatz stieg von 3,8 Milliarden Euro auf rund 4,0 Milliarden Euro. Die Sendungsmengen im Paketgeschäft legten gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent zu. Mit einer durchschnittlichen Sendungsmenge von rund 5,8 Millionen Paketen pro Arbeitstag hat sich das Wachstum auch nach Lockerungen pandemiebedingter Einschränkungen fortgesetzt.

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