DB Cargo bringt Coca-Cola auf die Schiene

Auf der Langstrecke soll der Bahnlogistiker drei Millionen Lkw-Kilometer pro Jahr ersetzen.

Coca-Cola-Transporte auf der Schiene: DB Cargo schafft ein Güternetzwerk in Deutschland. (Foto: Deutsche Bahn AG)
Coca-Cola-Transporte auf der Schiene: DB Cargo schafft ein Güternetzwerk in Deutschland. (Foto: Deutsche Bahn AG)
Christine Harttmann
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Matthias Pieringer)

Der Getränkehersteller Coca-Cola verlagert Langstreckentransporte zwischen seinen Standorten in Deutschland zunehmend auf die Schiene. DB Cargo sorge dabei maßgeblich für die termingerechte Bahnlogistik, teilten die Unternehmen am 11. Februar mit. Demnach werden seit diesem Monat neue Strecken an die Bahn angeschlossen. So entsteht bis Mitte des Jahres ein bundesweites „Schienengüternetzwerk“ für Coca-Cola, in das 13 Standorte eingebunden werden. Mit dem neuen Transportweg von DB Cargo fallen den Angaben zufolge jährlich etwa 1.900 Tonnen CO2 weniger an. Etwa drei Millionen Lkw-Kilometer sollen pro Jahr bei den Fernverbindungen eingespart werden.

„Coca-Cola trinkt man cool. Und cool fürs Klima ist, dass Getränke von Coca-Cola in Deutschland auf langen Strecken nun auch mit der Bahn transportiert werden“, so Dr. Sigrid Nikutta, DB-Konzernvorstand für den Schienen-Güterverkehr. „Für Konsumgüter ist der Mix aus langen Bahntransfers und der letzten Meile per Lkw zum Kunden ideal. Wir haben gemeinsam ein Logistiknetzwerk für Coca-Cola realisiert, welches mit 13 Standorten in der Konsumgüterbranche einmalig in Deutschland ist.“

Verkehre sukzessive ausgeweitet

Coca-Cola und DB Cargo haben bereits 2016 mit einem Pilotprojekt begonnen, innerdeutsche Langstrecken auf die Schiene zu holen. Seitdem wurden die Verkehre sukzessive ausgeweitet: „Wir produzieren weitgehend regional und haben überwiegend kurze Lieferwege. Dort, wo das nicht möglich ist, setzen wir noch stärker auf die Schiene. In diesem Jahr bauen wir deshalb mit DB Cargo ein Netz mit 19 Strecken zwischen unseren Standorten auf“, so Tilmann Rothhammer, Geschäftsführer Customer Service und Supply Chain. „Das ist vor allem deshalb möglich, weil wir Schienengütertransporte bei DB Cargo genauso kurzfristig beauftragen können wie Transporte über die Straße – in nur drei Tagen. Da es immer wieder vorkommt, dass die Nachfrage plötzlich schwankt, ist diese Flexibilität für uns als Konsumgüterunternehmen besonders wichtig. Das hilft uns, mehr auf die Schiene zu verlagern und unser ambitioniertes Ziel eines klimaneutralen Geschäfts im Jahr 2040 zu erreichen.“

Überblick: Coca-Cola mit DB Cargo auf der Schiene

  • Seit 2016 Schienengütertransporte auf Langstrecken zwischen Standorten in Deutschland ausgebaut
  • 2020: 1,7 Millionen Lkw-Kilometer und 1.000 Tonnen CO2 eingespart
  • 2019: 1,4 Millionen Lkw-Kilometer und 700 Tonnen CO2 eingespart
  • 2018-2020: Verdopplung der Standorte im Bahnnetz von fünf auf elf
  • 2018-2020: Verdopplung der Strecken im Bahnnetz von vier auf neu

Coca-Cola European Partners Deutschland
Die Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) hat 2019 ein Absatzvolumen von mehr als 3,8 Milliarden Litern erreicht. Das Getränkeunternehmen ist für die Abfüllung sowie den Verkauf und Vertrieb von Coca-Cola Markenprodukten in Deutschland verantwortlich. Die CCEP DE betreut circa 325.000 Handels- und Gastronomiekunden und beschäftigt rund 7.500 Mitarbeiter. Die CCEP DE ist Teil von Coca-Cola European Partners (CCEP), einem der führenden Konsumgüterhersteller in Europa.

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