DB Cargo: BMVI fördert Schienengüterverkehr

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert mit sieben Millionen Euro zwei Zukunftsprojekte der DB Cargo. Dies ist eine Maßnahme aus dem im Mai 2020 verabschiedeten Bundesprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“ des BMVI.

BMVI stellt sieben Millionen für Automatisierung und Digitalisierung zur Verfügung. (Foto: DB Cargo)
BMVI stellt sieben Millionen für Automatisierung und Digitalisierung zur Verfügung. (Foto: DB Cargo)
Radosveta Angelova

Die DB Cargo startet in München-Nord das Testfeld „Zugbildungsanlage der Zukunft“ und möchte damit die automatisierte Zugbildung im Einzelwagenverkehr beschleunigen. Dort soll mit den beiden Vorhaben „Automatisierte Rangierlokomotive" und „Automatisierte Bremsprobe" erreicht werden, dass die in den Rangierbahnhöfen tätigen Rangierloks automatisiert fahren. Aktuell würden auch die Bremsen der Züge vor jeder Abfahrt manuell geprüft – dies soll künftig durch Sensoren und Funkübertragung schneller und aus der Ferne möglich sein. Auch andere innovative Technologien sollen dort getestet werden, beispielsweise um Schäden an Güterwagen automatisch zu erkennen oder Arbeitsabläufe mittels Künstlicher Intelligenz (KI) effizienter zu gestalten. Auch die Digitale Automatische Kupplung (DAK) soll hier im Rangierbetrieb erprobt werden. Umfassende Entwicklungs- und Erprobungsarbeiten seien nur mit zusätzlicher Unterstützung finanzierbar, so das Unternehmen.

Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn:

„Der Rangierbahnhof München-Nord wird unser Testgelände für die Zukunft. Wir werden den Einzelwagenverkehr als Rückgrat der Wirtschaft stärken und dabei helfen uns Digitalisierung und Automatisierung. Dass dieser Innovationsschub nun finanzielle Starthilfe bekommt, ist der richtige Schritt.“

Das Programm soll die Automatisierung und Digitalisierung des umweltfreundlichen Güterverkehrs auf der Schiene voranbringen und wird mit maximal 50 Prozent gefördert. Im Bundeshaushalt sind daher von 2020 bis 2024 jährlich je 30 Millionen Euro vorgesehen. Die Innovationen kämen Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen zugute und besonders der volkwirtschaftlich hoch bedeutsame Einzelwagenverkehr, der durch häufige Zugbildung und -auflösung sowie durch regelmäßiges Rangieren gekennzeichnet ist, soll davon profitieren. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer spricht sich klar für einen starken Güterverkehr auf der Schiene aus.

„Wir wollen mehr Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene bringen. Dazu müssen sich Güterzüge effizient, schnell und kostengünstig zusammenstellen lassen. Deshalb fördern wir den Praxistest von automatischen und digitalen Technologien im Rangierbetrieb“, so Scheuer bestätigend.

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