DAK: Meilensteine in Wien vorgestellt

Für die Digitale Automatische Kupplung präsentierten die Projektpartner in Wien die aktuellen Projektfortschritte.

Es ist Halbzeit beim Technologie-Leitprojekt zur Digitalen Automatischen Kupplung (DAK). In Wien zeigten die Beteiligten die aktuellen Fortschritte. Foto: ÖBB/RCG/Knopp
Es ist Halbzeit beim Technologie-Leitprojekt zur Digitalen Automatischen Kupplung (DAK). In Wien zeigten die Beteiligten die aktuellen Fortschritte. Foto: ÖBB/RCG/Knopp
Daniela Sawary-Kohnen

Die Fortschritte in der Technologieentwicklung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) der Öffentlichkeit vorzustellen, war Ziel der Halbzeitveranstaltung des entsprechenden Europe’s Rail Projekt (Flagship Projekt 5). In der ÖBB Zentrale in Wien hatten sich dafür 100 Projektmitarbeiter:innen aus knapp 12 Ländern getroffen. Mark Topal, CTO der ÖBB-Holding und Vorsitzender der Lenkungsgruppe des Projekts: 

„Das Projekt hat keine andere Chance als zu bestehen, um die Zukunft des Schienengüterverkehrs in Europa zu sichern. Die ÖBB priorisieren die Entwicklung innovativer Technologien, die einen positiven Beitrag zu Produktivität, Kapazität und Qualität im täglichen Schienengüterverkehr leisten. Die Digitale Automatische Kupplung ist ein entscheidender Enabler für den voll-digitalen Güterzugbetrieb und ermöglicht eine Transformation im Schienengüterverkehr.“

Die Erwartungen des Sektors an das Projekt, einsetzbare Technologien und Ergebnisse zu liefern, seien hoch.

Schwerpunktthemen
Nach der Fertigstellung der technischen Spezifikationen für die DAK Anfang 2024 sollen nun die Kupplungen der vier Lieferanten Dellner, Knorr-Bremse, Voith und Wabtec auf Funktionalität, Interoperabilität und Zuverlässigkeit im Betrieb getestet werden. So können die internationalen Standardisierungsarbeiten, beispielsweise bei der DAK, fortgesetzt werden, hieß es. 

Bisherige Erkenntnisse aus dem zentralen Projekt-Testlabor in Deutschland und der Planungsstand der Demonstrationszüge wurden ebenso diskutiert, wie die gemeinsame Strategie für die Zulassung in Europa. Die Ergebnisse aller Tests würden die finalen Spezifikationen definieren, die für eine erfolgreiche Zulassung - sowohl für die vorgesehenen Pre Deployment Züge, als auch später für die großflächige Migration - notwendig seien.

Projekt „FP5-TRANS4M-R“ auf einen Blick
Das übergeordnete Ziel des Projekts FP5-TRANS4M-R ist es laut der Beteiligten, den Schienengüterverkehr als Rückgrat einer emissionsarmen, widerstandsfähigen europäischen Logistikkette zu etablieren.

Drei technologische Cluster - „Full Digital Freight Train Operation (FDFTO)“, „Seamless Freight Operation“ und „Innovative Freight Assets“ - würden die Technologien von FP5-TRANS4M-R entwickeln, validieren und demonstrieren.

Die Integration von DAK-fähigen Lösungen mit softwaredefinierten Systemen und digitalen Bahndiensten werde eine erhöhte Kapazität, einen höheren Durchsatz und schnellere Transporte gewährleisten. Sie werde zudem die grenzüberschreitende Koordination und Zusammenarbeit zwischen Schieneninfrastrukturbetreibern stärken und eine optimierte Verwaltung des Schienennetzes liefern.

Die nahtlosen, integrierten, interoperablen, validierten und EU-weit zugelassenen Lösungen von FP5-TRANS4M-R zielten darauf ab, einen einheitlichen EU-Rahmen für Schienengüterverkehrstechnologie mit streng verwalteten Schnittstellen für eine effektive Systemintegration und einen nahtlosen Betrieb über Grenzen, Akteure und Verkehrsträger hinweg zu schaffen. Diese Ziele bilden die Grundlage, den Rahmen und die Motivation für das Projekt, dass erhebliche Auswirkungen auf den Verkehrs- und Logistiksektor der EU haben wird.

Das Flagship-Projekt ist Teil des Innovationsprogramms „Europe´s Rail Joint Undertaking“(„Europe´s Rail“). Die ÖBB ist Gründungsmitglied des Forschungs- und Entwicklungsprogramm für Europas Bahnen

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