Daimler und Volvo Trucks gründen Fuel-Cell-Joint-Venture

Gemeinschaftsunternehmen mit Namen Cellcentric soll die Brennstoffzellenentwicklung für Lkw beschleunigen und die Kompetenzen bündeln. In drei Jahren soll die Kundenerprobung der Fuel-Cell-Trucks starten, weit nach Wettbewerbern wie Hyundai. Erste Serienfahrzeuge sind in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts geplant.

Gemeinsam schneller zur Serie: Volvo Group und Daimler entwickeln die Fuel Cell für Trucks und wollen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts serienreif sein. | Foto: Daimler
Gemeinsam schneller zur Serie: Volvo Group und Daimler entwickeln die Fuel Cell für Trucks und wollen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts serienreif sein. | Foto: Daimler
Christine Harttmann
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Die Daimler Truck AG und die Volvo Group haben wie avisiert ihr Brennstoffzellen-Joint Venture gegründet. Die Volvo Group hat hierfür 50 Prozent der Anteile am bestehenden Unternehmen Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG für die Summe von etwa 0,6 Milliarden Euro auf einer barmittel- und schuldenfreien Basis erworben. Die Partner wollen das neue Joint Venture als einen weltweit führenden Hersteller von Brennstoffzellen etablieren und damit zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Transport bis zum Jahr 2050 beitragen.Beide haben die Umbenennung des Unternehmens in cellcentric GmbH & Co. KG vereinbart. Das Joint Venture soll serienreife Brennstoffzellensysteme entwickeln, produzieren und vermarkten. Der Fokus liege auf dem Einsatz in schweren Lkw, zusätzlich sollen die Systeme auch für andere Anwendungen angeboten werden. Ein zentrales Ziel sei der Beginn der Kundenerprobung von Brennstoffzellen-Lkw in etwa drei Jahren. Die Unternehmen planen den Beginn der Serienproduktion für die zweite Hälfte des Jahrzehnts und ist damit weit später dran als der im vergangenen Jahr mit dem schweren Verteiler-Lkw Xcient Fuel Cell in die Serie gestartete koreanische Wettbewerber Hyundai. Beide Unternehmen verfügen über gleiche Anteile am Brennstoffzellen-Joint Venture und bleiben in allen anderen Geschäftsfeldern wie der Fahrzeugtechnologie oder der Fahrzeugintegration von Brennstoffzellen weiterhin Wettbewerber, wie man bekräftigt. Die Firmen hatten im November 2020 eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung des Joint Ventures geschlossen. Eine vorläufige, nicht bindende Vereinbarung wurde bereits im April 2020 unterzeichnet.

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