Daimler Trucks: Absatz 2019 leicht unter Vorjahr

Daimler Trucks hat im Jahr 2019 weniger Lkw verkauft. Um vier Prozent lagen Ende November die Verkaufszahlen unter dem Vorjahresniveau.

(Foto: Daimler AG)
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Christine Harttmann

Vor dem Hintergrund eines sich deutlich abschwächenden Marktumfelds, so der Truck-Hersteller, seien bis Ende November 446.800 Einheiten der Marken Mercedes-Benz, Fuso, Freightliner, Western Star, Thomas Built Buses und BharatBenz verkauft worden. Die genauen Absatzzahlen für das volle Geschäftsjahr will die Daimler AG im Rahmen der Jahrespressekonferenz am 11. Februar 2020 bekanntgeben.

Für 2020 erwartet Daimler Trucks einen deutlichen Rückgang der Kernmärkte NAFTA, Europa und Japan. Der Hersteller spricht in diesem Zusammenhang von einer „Normalisierung der in den letzten Jahren besonders hohen Nachfrage“. Das Unternehmen stellt sich auch darauf ein, dass in den kommenden Jahren der Investitions- und Kostendruck steigt. Notwendig seien umfangreiche Investitionen in neue Technologien, unter anderem in eine CO2-neutrale Flotte mit elektrischen Antrieben sowie in die Automatisierung und Vernetzung der Lkw und Busse.

„Wichtige Märkte wie Europa und Nordamerika haben sich in der zweiten Jahreshälfte schneller abgeschwächt als erwartet. Darauf haben wir uns bereits ab Sommer eingestellt und unsere Produktion umgehend angepasst“, erläuterte Martin Daum, Vorstandsvorsitzender der Daimler Truck AG. Er kündigte strukturelle Maßnahmen an, „um unsere Ertragskraft bis 2022 auf mindestens sieben Prozent zu steigern“.

Die für Daimler Trucks wichtigen Lkw-Märkte NAFTA und Europa sind nach einer kräftigen Hochphase seit 2018 in der zweiten Jahreshälfte 2019 schneller als erwartet auf ein Normalniveau zurückgekehrt. Daimler Trucks konnte in NAFTA den Absatz in den ersten elf Monaten zwar nochmals um acht Prozent auf rund 187.400 Einheiten steigern. Im Monat November zeigte sich in der Region dann aber in ein starker Absatzrückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In Europa ging der Absatz von Januar bis November 2019 um insgesamt fünf Prozent auf 72.400 Einheiten gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück.

In Brasilien konnte Daimler Trucks in einem sich erholenden Markt seine Verkäufe von Lkw der Marke Mercedes-Benz deutlich steigern und setzte mit rund 27.000 Lkw 40 Prozent mehr Einheiten ab als in der Vorjahresperiode. Darüber hinaus wird Mercedes-Benz Lkw mit der Einführung des neuen Actros für den Markt Brasilien die Anzahl der Fahrzeug-Architekturen von bislang acht auf drei Plattformen reduzieren, um Komplexität und Kosten zu senken.

In Asien entwickelten sich für Daimler Trucks wichtige Lkw-Märkte wie Indonesien und Indien im abgelaufenen Jahr deutlich rückläufig. Mit insgesamt 121.900 verkauften Einheiten ging der Absatz von Januar bis November mit 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. In Indonesien hat sich der Absatz von zuvor 57.400 Einheiten auf 34.500 Einheiten im gleichen Zeitraum 2019 um 40 Prozent verringert. In Indien verkaufte Daimler Trucks bis November 2019 mit 13.200 Fahrzeugen seiner Lkw-Marke BharatBenz rund 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im japanischen Markt konnte Daimler Trucks bis Ende November 2019 mit seiner Marke Fuso rund 38.200 Einheiten absetzen und lag damit vier Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

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