Daimler Truck-Chef: AfD schadet der Wirtschaft und bietet keine Lösung

Daimler-Truck-Chef Martin Daum äußert sich im Magazin Spiegel und distanziert sich deutlich von der AfD, die nach dem Bekanntwerden eines Geheimtreffens in Potsdam mit Remigrationsfantasien ins öffentliche Licht rückt. Die Partei vergifte das gesellschaftliche Klima. Post-Chef Meyer betont die Bedeutung von Migration für Wohlstand und Wirtschaft.

Redet Tacheles in Sachen AfD: Die Partei biete keine Lösungen für die Probleme an, die nur zusammen gelöst werden könnten. | Foto: Daimler Truck
Redet Tacheles in Sachen AfD: Die Partei biete keine Lösungen für die Probleme an, die nur zusammen gelöst werden könnten. | Foto: Daimler Truck
Nadine Bradl
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Nach dem Bekanntwerden eines Geheimtreffens von AfD- und CDU-Werteunion-Politikern sowie der ultrarechten "Identitären Bewegung" in Potsdam, bei denen unter anderem über eine sogenannte "Remigration" debattiert worden war, gehen auch Teile der deutschen Wirtschaft deutlicher auf Distanz zu der sogenannten "Alternative für Deutschland". Mit am klarsten aus dem deutschen Topmanagement äußerte sich Daimler-Truck-CEO Martin Daum in einem Beitrag für den Spiegel. Er betrachte den "aufkeimenden Nationalismus" mit großer Sorge, so der Lkw-Manager.

"Das Erstarken der AfD schadet nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern vergiftet auch das gesellschaftliche Klima", meinte Daum. 

Aus seiner Sicht habe die Partei keine Idee, geschweige denn eine Lösung. "Die großen Probleme, die wir haben, sind globale Probleme - ob Klimawandel oder Wohlstandsgefälle, was zu Migration führt - keiner kann dies alleine lösen", mahnte Daum. Mit Abschottung und Konflikt würden die Probleme nur vergrößert. Dagegen würden nur Zusammenarbeit, Austausch, Kompromiss und Verständnis helfen.

"Das sind Vokabeln, die ich ganz und gar nicht bei der AfD finde", stellte Daum fest.

DHL-CEO: Bedeutung der Migration

Vorsichtiger äußerte sich aus der Logistikbranche Deutsche-Post-DHL CEO Tobias Meyer. Er betonte in dem Statement die Bedeutung der Migration für Deutschland.

"Sie spielt eine entscheidende Rolle für den Erhalt unseres Wohlstands und eine gute Versorgung der Bürger".

Man solle Diskussionen offen und respektvoll führen können und dabei keine Rhetorik verwenden, "die bewusst Ängste schürt und dem Ansehen Deutschlands und damit dem Wohlstand seiner Bürger schadet", befand Meyer.

Bosch-Chef: Weltoffenes Deutschland

Bosch-Chef Stefan Hartung erklärte, sein Unternehmen setze sich dafür ein, "dass Deutschland ein weltoffenes Land bleibt" und erteilte "jeglicher Position zur Ausgrenzung von Teilen der Bevölkerung eine klare Absage".

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