Daimler Truck: Batteriezellen sollen bald aus Mississippi kommen

Accelera von Cummins, Daimler Truck und Paccar wählen Mississippi als Standort für US-Batteriezellenproduktion. Ab 2027 sollen LFB-Batterien für elektrische Nutzfahrzeuge aus dem US-Bundesstaat kommen.

Ein Joint Venture zu je 30 Prozent soll die Batterieproduktion in Mississippi begründen. (Bild: Daimler Truck)
Ein Joint Venture zu je 30 Prozent soll die Batterieproduktion in Mississippi begründen. (Bild: Daimler Truck)
Nadine Bradl

Accelera von Cummins, der Geschäftsbereich „New Power“ von Cummins Inc., Daimler Trucks & Buses US Holding LLC und Paccar haben für ihr geplantes Gemeinschaftsunternehmen den US-Bezirk Marshall County im Bundesstaat Mississippi als zukünftigen Standort für eine Batteriezellenfertigung ausgewählt. Das Joint Venture wird laut Mitteilung Batteriezellen für elektrische Nutzfahrzeuge herstellen und damit voraussichtlich mehr als 2.000 Arbeitsplätze in der Produktion schaffen. Im Falle steigender Nachfrage bestehen Erweiterungsmöglichkeiten. 2027 soll die 21-Gigawattstunden-Fabrik (GWh) mit der Batteriezellenfertigung beginnen.

Produktion von Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien

Accelera, Daimler Truck und Paccar haben im September 2023 das geplante Joint Venture angekündigt, welches ein hohes Maß an Skalierbarkeit und den Zugang zu kostengünstiger und differenzierender Batteriezellentechnologieschafft und den Markthochlauf mittelschwerer und schwerer elektrischer Nutzfahrzeuge in Nordamerika unterstütze. Accelera, Daimler Truck und Paccar werden jeweils 30 Prozent des Joint Ventures halten und es gemeinsam kontrollieren. Das Unternehmen wird sich auf die Lithium-Eisen-Phosphat-Batterietechnologie (LFP) für die Anwendung in batterieelektrischen Nutzfahrzeugen konzentrieren. EVE Energy wird als Technologiepartner im Joint Venture mit 10 Prozent Eigentumsanteil sein branchenführendes Know-how im Bereich Batteriezellendesign sowie seine Fertigungsexpertise in die zukünftige Batteriezellenfabrik mit einbringen. EVE Energy ist ein weltweit führender Hersteller von LFP-Batteriezellen für die Fahrzeugindustrie.

„Die Standortauswahl ist ein weiterer spannender und konkreter Schritt auf dem Weg unserer Destination-Zero-Strategie und unterstreicht unsere Vision, die Industrie bei der Dekarbonisierung anzuführen“, sagt Jennifer Rumsey, Vorsitzende und Chief Executive Officer von Cummins. „Wir freuen uns darauf, Teil des Marshall County zu werden und dort das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Mississippi zu fördern. Gleichzeitig bauen wir unsere starken Partnerschaften weiter aus und erfüllen unsere vielfältigen Kundenbedürfnisse.“

„Die lokale Produktion von Batteriezellen ist ein wichtiger Bestandteil, um unseren Kunden – die Transportflotten, die Amerika und die Welt bewegen – kosteneffiziente Angebote zur Dekarbonisierung ihrer Geschäftsabläufe anzubieten“, so John O’Leary, Präsident und CEO von Daimler Truck North America. „Wir danken dem Bundestaat Mississippi und dem Marshall County, dass sie uns bei der Umsetzung dieses Vorhabens und bei der Verwirklichung unserer gemeinsamen Klimaziele unterstützen.“ 

„Für Paccar sind der Bundesstaat, die Gemeinden und die Menschen von Mississippi schon immer ausgezeichnete Geschäftspartner. Wir freuen uns darauf, mit dieser neuen Batteriezellenfabrik diese Partnerschaft im Norden von Mississippi zu erweitern. Diese Produktionsstätte wird branchenführend sein und unseren Kunden kostengünstige und emissionsfreie Lösungen anbieten“, sagte Preston Feight, Paccar Chief Executive Officer.

Accelera, Daimler Truck und Paccar streben nach eigenen Angaben an, die Transformation der Nutzfahrzeugbranche zu nachhaltigen und emissionsfreien Technologien anzuführen. Die Partner haben sich dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu reduzieren.

Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen und dem Erhalt der erforderlichen Genehmigungen durch die Fusionskontrolle und die Aufsichtsbehörden, einschließlich der Einreichung einer freiwilligen vollständigen Mitteilung an das „Committee on Foreign Investment in the United States“ (CFIUS).

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