Dachser: Großmaschinen-Transport von Brasilien nach Mexiko

Die US-amerikanische Dachser-Tochter hat in Zusammenarbeit mit Dachser Mexico und Dachser Brasilien 138 Tonnen übergroße Maschinen für die Automobilherstellung von Jundiai, Brasilien nach Silao, Mexiko, transportiert.

Insgesamt 138 Tonnen verteilt auf 14 Transporte brachte Dachser von Brasilien nach Mexiko. (Foto: Dachser)
Insgesamt 138 Tonnen verteilt auf 14 Transporte brachte Dachser von Brasilien nach Mexiko. (Foto: Dachser)
Radosveta Angelova

Eine übergroße Kompressormaschine mit einem Gesamtgewicht von 125 Tonnen sowie weitere 14 Zubehörteilen unterschiedlicher Größe mussten befördert werden. Die angestrebte Ankunft in Mexiko war auf Anfang Mai angesetzt. Eine der anfänglichen Herausforderungen bestand darin, dass die Ausrüstung in einer 18-Fuß-tiefen Betongrube innerhalb einer aktiven Fabrik in Jundiai, Brasilien situiert war.

Die Erfahrung und das Netzwerk des internationalen Transport- und Logistikdienstleisters war dabei von Vorteil, das hob auch Guido Gries, Geschäftsführer von Dachser Amerika, hervor:

„Als innovativer Anbieter von Logistiklösungen führt Dachser unsere Kunden regelmäßig durch komplexe logistische Herausforderungen, einschließlich solcher, die eine Zusammenarbeit mit unseren globalen Dachser-Partnern erfordern. Es gibt jedoch bestimmte Projekte – insbesondere komplizierte Schwerlastprojekte –, die einzigartige Herausforderungen darstellen und die Gelegenheit bieten, unser innovatives Denken zu erweitern.“

Ein lokaler Partner von Dachser Brasilien, ein Spezialist für Aufzugsausrüstung, sollte zunächst dafür sorgen, die Orchestrierung des komplexen Aufzugs der Einheit aus dem Beton zu erleichtern. Nach dem Ausheben aus der Grube musste die Maschine in 14 Teile unterschiedlicher Größe von insgesamt 138 Tonnen zerlegt werden; dieser Prozess wirkte sich letztlich auch auf den endgültigen Ankunftstermin der Sendung aus.

Ein mehrachsiger Plattformanhänger bewegte im Anschluss die Schwergutfracht auf vorab genehmigten Strecken in Richtung Hafen von Santos durch die Straßen Brasiliens – die Strecke von 98 Meilen dauerte insgesamt sieben Tage, da die Fracht erst ab 23 Uhr bewegt werden durfte.

Nach einer gründlichen Analyse der Kosten, der Transitzeit und des sicheren Transports der Fracht gelangte Dachser zu dem Schluss, dass eine Bulk-Break-Lösung der optimale Ansatz sei und dem Versender Flexibilität beim Laden, Lagern und Entladen unter Beibehaltung der Effizienz zur Einhaltung der Kosten- und Versandfristen bieten würde. CMA-CGM wurde für die Seefracht ausgewählt. In Zusammenarbeit mit CMA-CGM musste das Team von Dachser Brasilien ermitteln, welcher Typ von Seeschiffen für den Versand und die Lagerung der sperrigen Ausrüstung am besten geeignet ist. Letztendlich wurde festgestellt, dass die effizienteste und aktuellste Option darin bestand, ein Containerschiff zu sichern. CMA-CGM erklärte sich bereit, die Ladung im Bauch des Schiffes auf flachen Gestell-Containern und einer speziell angefertigten Plattform zu lagern, die die Integrität der Ausrüstung schützt und das Frachtgewicht gleichmäßig verteilt.

Eine weitere Herausforderung bewältigte das Team von Dachser Brasilien damit, die schwere Fracht mithilfe eines Schwimmkrans und eines Mobilkrans zu verladen, um den Portalkranen am Terminal Santos aus dem Weg zu gehen. Dies erforderte gutes Wetter und eine präzise Auslage des Gewichts während des gesamten Hebevorgangs.

Die Fracht war 30 Tage auf See und erreichte den mexikanischen Hafen am 03. Mai 2020. Die Ladung wurde direkt vom Schiff auf einen modularen LKW abgeladen, der neben dem Schiff auf die übergroße Ladung wartete. Die Zollabfertigung erfolgte am darauf folgenden Tag. Ähnlich wie in Brasilien, richteten sich auch in Mexiko die zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen nach der aktuellen COVID-19-Situation. Während die vorab genehmigten Strecken entlang der Landstraßen für die übergroße Ladung freigegeben wurden, wurde der Zeitplan für den Straßentransport durch einige vorübergehende Straßensperrungen, bestimmte Fahrzeiten und das Fehlen lokaler Strafverfolgungsbehörden beeinträchtigt. Die 436-Meilen-Fahrt vom Hafen von Veracruz zum Kundenwerk in Silao dauerte drei Tage. Drei Kräne entluden letztlich die Schwergutfracht am endgültigen Bestimmungsort.

João Caldana, Geschäftsführer von Dachser Brazil:

„An diesem Projekt waren zahlreiche Parteien beteiligt, von Genehmigungsanbietern über Makler bis hin zu lokalen Behörden sowie dem Seetransportunternehmen und unseren Straßentransportpartnern. Wir haben verstanden, dass es für eine reibungslose Ausführung entscheidend ist, alle auf dem Laufenden zu halten und sich voll zu engagieren.“

Edgardo Hamon, Geschäftsführer Dachser Mexiko abschließend:

"Die erfolgreiche Durchführung eines Projekts dieser Größenordnung - insbesondere inmitten einer globalen Pandemie - ist eine großartige Leistung und ein Beweis für Dachsers Engagement, die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen, egal wie herausfordernd sie auch sein mögen. Darüber hinaus zeigt es, wie gut die verschiedenen Länder der Familie Dachser zusammenarbeiten, um das zu erreichen, was als unerreichbar erscheint."

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