Conti macht Hannover vorerst nicht dicht

Die zum Jahresende von Continental angekündigte Schließung der Lkw-Reifenproduktion am Standort Hannover scheint erst einmal abgewendet zu sein.
Torsten Buchholz
Unternehmensleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft haben nach mehreren Gesprächsrunden, die laut Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) mehrfach kurz vor dem Scheitern standen, ein Kompromisspaket ausgehandelt. „Am Ende haben sich beide Seiten aufeinander zu bewegt und sind damit vor dem Hintergrund der extrem schwierigen und komplexen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer Verantwortung gerecht geworden", sagte IG BCE-Vorstandsmitglied Werner Bischoff heute in Hannover. Demnach ruht die Produktion von Nfz-Reifen am Standort Hannover-Stöcken aufgrund der massiven Nachfrageeinbrüche in Europa ab Ende 2009. Jedoch gehen 300 der 780 Beschäftigten ab 2010 ein Jahr lang in eine hundertprozentige Kurzarbeit, wie die Gewerkschaft mitteilte. Ende Juni 2010 werde dann „aufgrund der dann absehbaren Marktentwicklung“ entschieden, ob das Werk wieder Reifen herstellen wird. Conti hält dafür eine Produktionszelle mit einer Kapazität von 500.000 Reifen vor, für deren Betrieb eben diese 300 Beschäftigten benötigt werden. 50 weitere Conti-Mitarbeiter sollen einen anderen Arbeitsplatz in Stöcken bekommen. 425 der in Stöcken Beschäftigten werden laut IG BCE allerdings bereits bis Herbst 2010 ihren Arbeitsplatz verlieren und „sozialverträglich ausscheiden“. (Uwe Vogel)
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