Container-Umschlag: Hafen Rotterdam reißt die 15-Millionen-Marke

Der Hafen Rotterdam überschreitet im Jahr 2021 beim Umschlag von 20-Fuß-Containern (TEU) zum ersten Mal die 15-Millionen-Marke. Damit erreicht der europäische Hafen eine neue Rekordmarke.

 Mit Patrouillenboot und Ständchen begrüßte der Hafen Rotterdam das Containerschiff, das den 15-millionsten TEU-Container brachte. (Foto: Jerry Lampen)
Mit Patrouillenboot und Ständchen begrüßte der Hafen Rotterdam das Containerschiff, das den 15-millionsten TEU-Container brachte. (Foto: Jerry Lampen)
Christine Harttmann

Der 15-millionste TEU-Container laut der Hafengesellschaft Rotterdam am 22. Dezember 2021 eingelaufen. Damit sei ein neuer Europäischer Rekord erreicht worden, so eine Pressemeldung des Hafenbetreibers.

Der Containerumschlag war durch den Covid-19-Ausbruch stark beeinträchtigt worden, erholte sich aber in Rotterdam ab dem Herbst 2020 schnell wieder. In den ersten neun Monaten 2021 bilanzierte der Hafen Rotterdam bei den 20-Fuß-Standardcontainern (TEU) wieder ein Wachstum in von 7,8 Prozent. Der Verbrauch ziehe wieder an, so der Hafenbetreiber, und die Wirtschaft erhole sich mit Volumen, die über denen von 2019 lägen. Aufgrund der starken Nachfrage in Kombination mit verschiedenen Störungen, wie der Sperre des Suez-Kanals oder Coronaausbrüchen in chinesischen Häfen, bleibe der Druck auf die Logistikkette im Jahr 2021 dennoch hoch. Dies habe zu anhaltend hohen Transportpreisen geführt.

Der Umschlag in TEU wuchs im Hafen Rotterdam schneller als der Umschlag in Tonnen. Das hatte mehrere Ursachen. Zu einem kleinen Teil führt der Hafenbetreiber den Effekt auf die Zunahme des Umschlags von Leercontainern zurück. Identifiziert jedoch als größten Einfluss den starken Rückgang des durchschnittlichen Gewichts voller Container. Als Ursache dafür sieht die Hafengesellschaft die Transportpreise, die in den vergangenen Quartalen stark anzogen. Infolgedessen sei der Transport von relativ schweren Gütern mit geringem Wert rückläufig gewesen. Dieser Effekt war bei Exportcontainern am stärksten, trat aber auch bei Importcontainern auf.

Emile Hoogsteden, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafenbetriebs Rotterdam, erklärt:

„Für 2022 erwarten wir, dass die extreme Belastung der Rotterdamer Containerterminals vorläufig noch anhalten wird.“

Dies sei eine Folge der Tatsache, dass die internationale Flotte der Containerschiffe sowie die Terminalkapazität nicht stark genug wachsen, um die große Nachfrage zu bedienen.

„Der Hafenbetrieb wird weiterhin auf die Bedeutung der Digitalisierung, der Zusammenarbeit und der Datenteilung hinweisen und sie fördern, um dem weltweiten Druck auf die Logistikketten – heute und in der Zukunft – besser standhalten zu können.“

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