Conference Days 2022: Die SAF E-Achsen-Familie

E-Achsen statt Dieselgenerator – das ist SAF-Holland’s Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Schwerlastverkehr.

(Screenshot: HUSS-VERLAG)
(Screenshot: HUSS-VERLAG)
Christine Harttmann

Wichtig sei, dass der Einbau der E-Achsen einfach sei und das Gesamtgewicht nicht zu stark ansteige, fasst Olaf Drewes, Director Group Innovation EMEA bei SAF-Holland, zusammen. Zu hohe Gewichte würden die Zuladung zu sehr einzuschränken, so der Manager auf einer Veranstaltung bei den Conference Days 2022 des HUSS-VERLAGs am 24. März 2022, auf der SAF seine E-Achsen-Familie präsentierte.

Zwischen Trakr und Trake können die Kunden wählen. Beide Modelle nutzen die Rekuperation, um die kinetische Energie des Fahrzeugs in elektrische Energie zu wandeln und in einem Akku zwischen zu speichern. Mit dem so gewonnenen Strom werden Nebenverbraucher im Trailer, wie Kühlaggregate, Heizungen oder Ladebordwände versorgt. Die Trake kann zusätzlich noch die Antriebsarbeit unterstützen, weil eine leistungsstarke Hochspannungs-E-Maschine das Achs-System ergänzt.

Eine häufige Anwendung, grade der Trakr-Achse sind Kühlauflieger. Weil das System den Vollelektrischen Betrieb der Kühlmaschinen möglich machen soll, hält sich das Mehrgewicht in Grenzen. Plus 71 Kilogramm rechnet Drewes vor, für einen Kühlauflieger mit einer Carrier Vector 1950 E-Maschine verglichen mit dem Diesel-Pendant.

Kombinieren lasse sich die Achsfamilien aber auch mit vielen anderen Nebenaggregaten, betont Drewes. Einschränkungen soll es nach Möglichkeit auch bei der Wahl der Fahrzeuge nicht geben. Zugleich müssen gesetzliche Anforderungen erfüllt werden, damit das System zulassungsfähig und zukunftsfähig ist.

„Das heißt wir müssen hoch flexibel sein“, fasst Drewes zusammen.

Die Kundenanforderungen habe man bei der Entwicklung in den Mittelpunkt gestellt.

„Es muss natürlich auch Kundenfreundlich sein, was den Service und die Wartung betrifft.“

Deswegen können die wichtigen Arbeiten, wie Reifenwechsel, direkt an der Achse gemacht werden, ohne, dass in das elektrische System gegriffen wird. Die Techniker brauchen also keine spezielle Ausbildung. So kann der normale Pannendienst helfen, wenn es beispielsweise zu einem Reifenschaden kommt.

Auf Nachfrage betont Drewes am Schluss, dass für einen Kühlauflieger eine Doppelstrategie – E-Achse mit Akku plus Dieselaggregat mit Tank – nicht nötig ist.

„Eigentlich legen wir das System so aus, dass es rein elektrisch betrieben wird.“

Konkret heißt das, dass ausreichend Reserven eingeplant werden. Helfen soll dabei ein eigens entwickeltes Simulationsprogramm.

Aktuell wird die SAF E-Achsen-Familie als Vorserie gefertigt. Damit auch schon einige Testauflieger ausgestattet, die interessierte Unternehmen ausleihen können.

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