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CO2-Regulierung: VDA kritisiert EU-Beschluss

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat auf die von der Europäischen Union geplante und nun beschlossene CO2-Regulierung für schwere Nutzfahrzeuge mit einem Statement reagiert.

Die CO2-Regulierung der EU geht nach Ansicht des VDA an den Marktrealitäten vorbei | Foto: Pixabay
Die CO2-Regulierung der EU geht nach Ansicht des VDA an den Marktrealitäten vorbei | Foto: Pixabay
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Torsten Buchholz

Die von Rat und Parlament der Europäischen Union beschlossenen CO2-Grenzwerte für Lkw würden die Hersteller vor enorme Herausforderungen stellen, so der VDA. Gleichzeitig sei das System zur Anrechnung von alternativen Antrieben nicht ausreichend und unnötig komplex. Der VDA habe sich seit vielen Jahren für eine praxisnahe CO2-Zertifizierung von schweren Nutzfahrzeugen eingesetzt und dazu auch zahlreiche Vorarbeiten geleistet. ES würden deshalb jetzt Werkzeuge zur Verfügung stehen, mit denen Nutzfahrzeughersteller CO2-Werte vergleichbar ermitteln können.

„Leider macht die beschlossene CO2-Regulierung für schwere Nutzfahrzeuge zu ambitionierte Vorgaben für die Reduzierung zukünftiger CO2-Werte bis zum Jahr 2030. Sie trägt der aktuellen technischen und wirtschaftlichen Realität des Nutzfahrzeugsegments nur ungenügend Rechnung“, heißt es in dem VDA-Statement. Effizienz sei seit jeher das entscheidende Kaufargument. Dementsprechend hätten die Nutzfahrzeughersteller den Kraftstoffverbrauch seit vielen Jahren kontinuierlich gesenkt. Allein in den vergangenen fünf Jahren habe man den CO2-Ausstoß neuer Lkw um rund acht Prozent.

Die nun beschlossene CO2-Regulierung ignoriere jedoch die Gegebenheiten auf den Nutzfahrzeugmärkten, meint der VDA. Die CO2-Vorgaben für schwere Nutzfahrzeuge seien willkürlich definiert worden. Die Ausgangswerte seien derzeit nicht bekannt und sollen 2019 erstmals ermittelt werden. Die Regulierung berücksichtige nicht, dass Nutzfahrzeuge in verschiedensten Aufbauvarianten und Betriebsarten eingesetzt werden, die wiederum verschiedene CO2-Emissionswirkungen haben. Die Anreize zur Einführung von Niedrig- und Nullemissionsfahrzeugen seien unzureichend. Alternative Antriebe für den schweren Langstreckenverkehr seien noch nicht in der Breite marktfähig, so der Verband weiter.

Im Praxiseinsatz von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben fehlt es laut VDA vor allem an einer europaweiten Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw und einer bedarfsgerechten Betankungsinfrastruktur für alternative Kraftstoffe wie LNG oder Wasserstoff. Eine solche Infrastruktur sei jedoch essenziell, um die beschlossenen Vorgaben zu erreichen. Im vorgesehenen Review-Prozess sollten daher die Potenziale synthetischer Kraftstoffe berücksichtigt werden.

„Better Regulation“ sollte eine ausgewogene Industriepolitik und Beschäftigungssicherung in Einklang bringen. „Die beschlossene Regulierung lässt das vermissen. So entstehen große Risiken für Unternehmen und deren Beschäftigte. Insbesondere die unverhältnismäßig hohen Strafzahlungen stellen selbst für große Nutzfahrzeughersteller eine Existenzbedrohung dar“, bemängelt der VDA.

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