China: Mukran Port baut Seidenstraßen-Angebot aus

Murkan Port Terminals baut sein Angebot entlang der neuen Seidenstraße aus. Von Sassinitz nach Baltijsk bei Kaliningrad fahren dabei die Züge von und nach China per Containerschiff.

Murkan Port fertigt die China-Züge im Hafen von Sassnitz ab. (Foto: Murkan Port)
Murkan Port fertigt die China-Züge im Hafen von Sassnitz ab. (Foto: Murkan Port)
Christine Harttmann

Gemeinsam mit Bahn Operator startet Mukran Port Terminals in Sassnitz eine feste Seeroute nach Baltijsk, in der russischen Enklave bei Kaliningrad. Sie läuft unter der Bezeichnung Baltic Sea Bridge und soll Teil der Neuen Seidenstraße zwischen Asien und Europa sein. Den regelmäßigen Liniendienst auf der Ostseerote bedient das Containerschiff „SVS Vega“.

Als erste Ladung soll ein Zug in Richtung China mit insgesamt 50 x 40-Fuß-Containern an Bord gehen. Mitte der Woche kehrt das Schiff dann mit einem Zug aus kommenden China zurück, der ebenfalls 50 x 40 Fuß Container für West- und Nordeuropa geladen haben wird. Beide Züge haben laut Murkan Port wichtige Industriegüter geladen.

„Nach insgesamt vier erfolgreichen Testläufen haben wir uns für eine regelmäßige Verbindung entschieden, um eine langfristige leistungsfähige Option im Ostseeraum anzubieten“, erklärt Harm Sievers, Geschäftsführer von Mukran Port Terminals, die Bedeutung der Verbindung. „Diese bindet nicht nur die Neue Seidenstraße an Mecklenburg-Vorpommern und den nahen Ostseeraum an, sondern eröffnet ein noch deutlich größeres Einzugsgebiet in West- und Nordeuropa.“

Wie Sievers weiter erlärt, plant der Hafenbetrieb zeitnah die Anbindung der Häfen Malmö (CMP) und Karlshamm in Schweden. „Die Baltic Sea Bridge nimmt auch Ladungen im Shortsea-Verkehr abseits der Seidenstraße an, so dass Container aus Skandinavien und Russland in das Netz zwischen den Ländern eingespeist werden können. Daher haben wir uns mit der ‚SVS Vega‘ auch von Anfang an für ein leistungsfähiges Containerschiff entschieden.“

Für die Auslastung auf der Seidenstraßenroute ist die Firma Bahn Operator zuständig. Deren Geschäftsführer Marcel Stein betont die Bedeutung des Port Mukran: „Die geografische Lage im Ostseeraum ist für uns eine Voraussetzung um die wichtigen Industriezentren West- und Nordeuropas direkt mit den Ländern des asiatisch-pazifischen Raumes anzubinden.“

Weitere Partner sind die Reederei Breb, die den Charter-Prozess für Baltic Sea Bridge durchgeführt hat, die Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) die für die Bahntransporte innerhalb Deutschland zu den Güterdrehscheiben sowie der Vereinigung UTLC Era Eurasian Rail Alliance. Letztere übernimmt die Organisation des Schienenverkehrs zwischen Asien und Europa auf der Breitspurschiene.

Harm Sievers bewertet diese Zusammenarbeit sehr positiv:

„Mukran Port Terminals und UTLC können auf eine sehr erfolgreiche Startphase zurückblicken und wir sind alle bestrebt, die Qualität und Transitgeschwindigkeit der Seeroute zeitnah auszubauen und zu verbessern.“

Im Laufe der Woche wird ein Segelplan für die Verbindung bekannt gegeben.

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