China: Hyundai plant Bau eines Brennstoffzellenwerk

Der Konzern errichtet im chinesischen Guangzhou sein erstes Brennstoffzellenwerk außerhalb Koreas. Die Fertigung soll ab dem zweitem Halbjahr 2022 starten. Ziel: Ausbau der führenden Rolle im Bereich Fuel Cell.

Bisher werden nur in Korea Fuel-Cell-Systeme von Hyundai gefertigt, wie etwa das für den Truck Xcient FC. Jetzt soll ein Werk in China entstehen. | Foto: Hyundai
Bisher werden nur in Korea Fuel-Cell-Systeme von Hyundai gefertigt, wie etwa das für den Truck Xcient FC. Jetzt soll ein Werk in China entstehen. | Foto: Hyundai
Daniela Kohnen
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Die Hyundai Motor Group mit den Marken Hyundai, Kia und Genesis hat angekündigt, in der chinesischen Stadt Guangzhou ihr erstes Brennstoffzellenwerk außerhalb Koreas errichten zu wollen. Eine entsprechende Investitionsvereinbarung sei kürzlich mit der Regierung der Provinz Guangdong unterzeichnet worden. Mit dem Vorstoß in Chinas schnell wachsende Wasserstoffindustrie wolle der Konzern seine weltweit führende Rolle in diesem Technologiebereich ausbauen, heißt es. Der Bau des neuen Werks soll im Februar 2021 beginnen, die Fertigstellung ist für das zweite Halbjahr 2022 geplant. In der Anlage werden anfangs 6.500 Brennstoffzellensysteme pro Jahr produziert. Die Jahreskapazität soll dann entsprechend der Nachfrage schrittweise erhöht werden.

Das Werk in Guangzhou werde das Know-how des Konzerns in der Produktion von Brennstoffzellensystemen nutzen, um sich eine technologische Führungsposition in der chinesischen Wasserstoffindustrie zu sichern, so die Intention. Im neuen Werk werde man die bewährten Systeme herstellen, die auch im Brennstoffzellen-SUV Hyundai Nexo eingesetzt werden. Darüber hinaus wolle die Gruppe mit chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten, um an Wasserstoff-Pilotprojekten und -Initiativen der Regierung von Guangdong teilzunehmen und den erhofften Wettbewerbsvorteil im chinesischen Markt zu nutzen. Internationale Unternehmen aus Japan, Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern kollaborierten ebenfalls mit den chinesischen Partnern, um Technologien für Brennstoffzellenfahrzeuge zu entwickeln und die lokale Wasserstoffindustrie zu fördern, argumentieren die Koreaner.

China legt bei Fuel Cell den Fokus auf Nutzfahrzeuge

Die China Society of Automotive Engineers hatte im Oktober 2020 mit Beteiligung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie eine Roadmap (oder Fahrplan) veröffentlicht, die Chinas Ambitionen bei der Förderung der Wasserstoffwirtschaft verdeutlicht. Demnach sollen bis 2035 eine Million Brennstoffzellenfahrzeuge auf chinesischen Straßen verkehren, wobei der Schwerpunkt auf Nutzfahrzeugen liegt.

Im Dezember 2018 habe die Hyundai Motor Group ihre eigene langfristige Roadmap „Fuel Cell Vision 2030“ veröffentlicht und damit seine Ambitonen bei der Entwicklung hin zu einer „Wasserstoffgesellschaft“ unterstrichen. Die Roadmap beinhalte unter anderem das Ziel, jährlich 700.000 Brennstoffzellen zu produzieren, um damit die Nachfrage aus verschiedenen Branchen zu bedienen.

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