China: Containerzugverbindung nach Köln gestartet

Der DBO  Bahnoperator und das chinesischen Unternehmen BTE  haben eine regelmäßige Containerzug-Verbindung zwischen dem trimodalen Umschlagterminal der HGK-Beteiligung im Hafen Köln-Niehl und China eingerichtet.

Ein Containerzug aus China hat die CTS Container-Terminal GmbH im Hafen Köln-Niehl erreicht. Foto: CTS
Ein Containerzug aus China hat die CTS Container-Terminal GmbH im Hafen Köln-Niehl erreicht. Foto: CTS
Daniela Kohnen

Der DBO  Bahnoperator und das chinesischen Unternehmen BTE  (Beijing  Trans  Eurasia) haben eine regelmäßige Containerzug-Verbindung zwischen mehreren chinesischen Metropolen und dem HGK-Beteiligung CTS Container-Terminal im Hafen Köln-Niehl realisiert.

Einmal in der Woche verbindet der Zug jetzt Köln mit chinesischen Großstädten wie Chongqing, Xiamen und Xi’an. Die so genannte letzte Meile in den Niehler Hafen übernimmt die RheinCargo. 

Innerhalb Chinas kann die Fracht zu 120 weiteren  Destinationen  weiterverteilt  werden.  Die  Transportzeit  für  die  Container  liegt je nach Zielort nach eigenen Angaben der beiden Unternehmen zwischen 13 und 19 Tagen. Der Preis sei mit einem Seefracht-Transport vergleichbar, die Ware erreiche jedoch in rund einem Drittel der Zeit ihr Ziel, hieß es.  

So hat am Wochenende der erste reguläre Linien-Zug den Hafen Köln-Niehl erreicht. Die 22 Waggons seien pünktlich am trimodalen Umschlagterminal der HGK-Beteiligung eingetroffen, hieß es. Am Samstagabend sei der Zug dann von Köln in Richtung China zurückgefahren.

Bestimmt seien die Container mit Gütern aller Art zum  größten  Teil  für  Unternehmen  in  Köln  und  der  Umgebung.  Einheiten könnten  aber  auch  mit  regelmäßigen  Zugverbindungen  von  Köln  aus  zu  Destinationen im Großraum  Mailand,  nach  Valencia,  Rotterdam,  Antwerpen,  Bremerhaven,  Hamburg  sowie Aschaffenburg und Schweinfurt weitergeleitet werden. CTS-Geschäftsführer Oliver Grossman und Oliver Haas, CTS-General Manager Geschäftsentwicklung:

„Gerade in Zeiten einer Krise wie der Corona-Pandemie muss die Versorgung der Bevölkerung  gewährleistet  sein.  Das  schließt  auch  Güter,  die  in  China  produziert  werden,  ein.  Im Gegenzug sind Waren, die im Rheinland hergestellt werden, in China gefragt. So ist es nur logisch,  diese  Verbindung  ins  Leben  zu  rufen.“

Mit der chinesischen Frachteisenbahn  CRCT  (China  Railway  Container  Transport) könnten die Transportzeiten innerhalb Chinas zudem verkürzt werden. Unterstützt würde die Bahnverbindung jeweils durch die russische, kasachische und weißrussische Eisenbahn. So könnten entlang der Strecke auch  Container  von  Köln  beispielsweise  nach  Polen  gebucht  werden.

Die neska-Group, die als Tochter der HGK AG 62,5 Prozent an der CTS Container-Terminal GmbH hält, sieht die neue Verbindung positiv. Neska-Geschäftsführer  Stefan Hütten:

„neska betreibt im  Intermodal-Geschäft  sechs  moderne,  trimodale  Container-Terminals,  die  ideal  in Ballungsgebieten  liegen  und  über  eigene  Binnenschiffe  und  Zugsysteme  intelligent miteinander sowie mit den  Seehäfen verbunden sind. Neben den maritimen sehen wir auch in den kontinentalen  Verkehren  enormes  Potenzial.“

Die das Zug-Produkt realisierenden beiden Unternehmen  DBO  Bahnoperator und BTE  sind  an acht Standorten in China und Europa tätig. Mit jährlich über 500  Zügen ist das Konsortium  ein Spezialist für Containertransporte per Bahn von und nach China.

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