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Charterway vermietet Lkw mit elektrischem Kühlaggregat

Kühlspezialist Kiesling und AddVolt schicken ein erstes Fahrzeug mit dem nachrüstbaren Elektro-Kühlaggregat AddVolt in den Dienst bei Charter Way, damit Kunden die Technologie erproben können.

Leiser Kühler: Kiesling und AddVolt schicken ein erstes Fahrzeug bei Charter Way in die Vermietung, um Kunden von der nachrüstbaren Elektro-Kühlung zu überzeugen. (Foto: Kiesling)
Leiser Kühler: Kiesling und AddVolt schicken ein erstes Fahrzeug bei Charter Way in die Vermietung, um Kunden von der nachrüstbaren Elektro-Kühlung zu überzeugen. (Foto: Kiesling)
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Johannes Reichel

Der Kühlaufbauspezialist Kiesling und der Anbieter für elektrisch betriebene Kühlaggregate AddVolt haben ein erstes Fahrzeug mit ihrer Technologie in Betrieb genommen. Die Batterie-basierte Lösung des portugiesischen Start-up-Unternehmens ermöglicht, Transportkühlgeräte von Diesel- auf Elektrobetrieb umzurüsten, und damit lokal emissionsfrei und leiser zu liefern.

Die Daimler-Tochter CharterWay nimmt jetzt ein erstes Fahrzeug in den Fuhrpark auf. Anwender können die Lösung mieten und über einen Zeitraum von maximal zwei Monaten in ihrem Fuhrpark einsetzen, um Funktion und Praxistauglichkeit des kompletten Systems zu erproben.

Das AddVolt-System basiert auf einem leistungsstarken Akkupack, über den jede Kühlmaschine betrieben werden kann. Der Lithium-Eisen-Phosphat-Akku soll während der Standzeit über ein Starkstrom-Ladekabel binnen einer Stunde wieder voll aufgeladen sein und betreibt das jeweilige Kühlgerät dann etwa zwei bis drei Stunden rein elektrisch. Während der Fahrt wandelt ein 40 KW-Generator Bremsenergie per Rekuperation in elektrische Energie um und speist diese laufend Energiespeicher ein. Je nach Fahrtstrecke und Einsatz könne die Kühlung dadurch weitgehend im Elektromodus betrieben werden, versprechen die Anbieter. Dabei soll der Lärmpegel im Vergleich zum Diesel-Motor um 6,5 dB gesenkt werden.

Das nachrüstbare AddVolt-System besteht aus der am Fahrzeug separat montierten Einheit aus Powerpack und Controller, welche mit jeder Kühlmaschine verbunden werden kann. Die Plug-in Lösung greift damit nicht in das System der Kühlmaschine ein, sodass Garantien der Kühlmaschinenhersteller unbeeinträchtigt bleiben. Auch der Service könne wie gewohnt durchgeführt werden, so das Versprechen. Als Servicepartner für den Powerpack fungiert die tkv Süd in Ulm.

Teure Anschaffung, günstiger Betrieb: Amortisation in drei Jahren

Im Hinblick auf die Kostenbilanz des in der Anschaffung aufwändigen AddVolt–Systems verweisen die Anbieter auf deutlich reduzierte Betriebskosten. Kiesling rechnet den Diesel-Jahresverbrauch einer Kühlmaschine bei 1.500 Betriebsstunden und einem Verbrauch von drei Liter pro Stunde auf über 6.000 Euro hoch, während die Stromkosten deutlich geringer seien und die Rekuperationsenergie kostenfrei eingespeist werde.

Weitere Einsparungen verspricht man durch den geringeren Wartungsaufwand der Kühlgeräte. Damit versprechen die Anbieter eine Amortisation der Nachrüst-Anlage in drei bis fünf Jahren. Die Datenauswertung liefert dabei ein Telematiksystem, das über GPS Standort und Touren verfolgt und parallel dazu Temperaturdaten und Betriebsdaten erfasst.

Der Nutzer erhalte gleichzeitig Hinweise auf die Optimierung der Anwendung. Dieses Monitoring soll den grünen und sauberen Transportanteil sichtbar machen, argumentieren die Hersteller. Die Anbieter verweisen auf einen Praxistest beim Lebensmittellogistiker Havi, der ein entsprechendes Fahrzeug mit AddVolt-Technologie einsetzte. Es habe zwischen Herbst 2018 und Februar 2019 drei MWh Bremsenergie zurückgewonnen, 4.7 Tonnen CO2 Emissionen vermieden und den Lärmpegel konstant unter 60dB gehalten, so die positive Bilanz. Damit liege man bei weitem besser als ein Verteiler-Lkw mit konventioneller Kühlung.

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