Cargobike-Logistik: Förderprojekt soll Wissenslandkarte erstellen

Das vom BMDV geförderte Projekt ‚I Know Radlogistik‘ will das Know-How zum Thema bündeln. Daran beteiligt sind die Akteure vom Radlogistikverband, dem House of Logistics and Mobility sowie die Agentur Cargobike.jetzt. Ziel ist eine „Wissenslandkarte“ über Projekte und Piloten zur Logistik mit Lastenrädern, die eine weitere Verbreitung unterstützen soll.

Systematisch aufs Lastenrad: Bei der Kick-off-Veranstaltung kamen die Projektbeteiligten in Berlin zusammen. Neben der inhaltlichen Arbeit wurde auch das Lastenrad des Berliner Anbieters ONOMOTION von den Beteiligten getestet (v.l.n.r.): Ricardo Ruppel Gonzalez (HOLM GmbH), Tom Assmann (RLVD), Antoine Gufflet (ONOMOTION), Luise Braun (RLVD) und Franziska Wouters (HOLM GmbH). | Foto: HOLM
Systematisch aufs Lastenrad: Bei der Kick-off-Veranstaltung kamen die Projektbeteiligten in Berlin zusammen. Neben der inhaltlichen Arbeit wurde auch das Lastenrad des Berliner Anbieters ONOMOTION von den Beteiligten getestet (v.l.n.r.): Ricardo Ruppel Gonzalez (HOLM GmbH), Tom Assmann (RLVD), Antoine Gufflet (ONOMOTION), Luise Braun (RLVD) und Franziska Wouters (HOLM GmbH). | Foto: HOLM
Redaktion (allg.)
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Zum Jahresbeginn 2023 ist das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans geförderte Projekts „iKnowRadlogistik“ gestartet. Ziel des Vorhabens ist die Erstellung einer deutschlandweiten Wissenslandkarte, die verschiedenen Stakeholder*innen Informationen zur Umsetzung von Radlogistik-Projekten vermittelt und Expert*innenwissen zum Thema bündelt. Das bis Ende 2024 angelegte Projekt wird von einem Konsortium aus Radlogistik Verband Deutschland (RLVD) e.V. (Konsortialführer), House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH und cargobike.jetzt GmbH durchgeführt.

„Kommunen in Deutschland stehen vor der Herausforderung, Logistikprozesse nachhaltig zu gestalten. In diesem Zusammenhang spielen Radlogistik-Projekte eine wichtige Rolle, denn sie tragen erheblich zu einer emissionsfreien Letzten Meile bei. Wir möchten Radlogistik ganzheitlich denken und das gesamte Wissen über die Thematik bündeln“, betont RLVD-Vorstandsvorsitzender Tom Assmann.

Aktuell stünden den Verantwortlichen aber kaum geeignete Wissensdatenbanken, Planungshilfen oder systematische Best-Practice-Sammlungen zur Verfügung. Hier setze das Projekt an. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickeln die drei Projektbeteiligten im Laufe der kommenden zwei Jahre eine Wissenslandkarte, die allen Beteiligten notwendige Kenntnisse für eine ganzheitliche Umsetzung von Radlogistik-Projekten vermittelt, beispielsweise durch die Bereitstellung von aktuellen Informationen zu Mikrodepots, wichtigen Akteuren, hilfreichen Best-Practice-Beispielen sowie durch eine Auflistung von Förderprogrammen und weiteren Unterstützungsmöglichkeiten. Zusätzlich sollen Handlungsempfehlungen entwickelt werden – sowohl für das Fachpublikum als auch für Radlogistik-Einsteiger*innen. Die Veröffentlichung der ersten Version der Wissenslandkarte ist für Ende des Jahres 2023 geplant.

„Wir freuen uns, Teil dieses spannenden Projekts zu sein und einen Beitrag zu einer breiten logistischen Integration des Lastenrads in kommunale Logistikprozesse leisten zu können“, betont Senior-Projektmanagerin Dr. Franziska Wouters, die das Projekt HOLM-seitig betreut.

Neu an diesem Ansatz ist die umfassende Erhebung und Analyse des Status Quo von Radlogistik und logistischen Anknüpfungspunkten im gesamten Bundesgebiet, um als Leitfaden für die im Nationalen Radverkehrsplan (NRVP 3.0) festgelegten Ziele für die Förderung von Wirtschaftsverkehr durch Lastenräder Orientierung und Entscheidungshilfe zu bieten. Darauf aufsetzend umfasst das Projekt zeitlich gestaffelte und ineinandergreifende Erhebungs- und Analysephasen mit Fokus auf der Bestandsaufnahme von Betreibermodellen, Regulierung und vorhandene Förderprogramme, Bewertung von Best Practices sowie abschließenden Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und Wirtschaft, wie der RLVD präzisiert.

„Mit unserer Arbeit im HOLM tragen wir maßgeblich zu Lösungen für die Zukunft der Logistik und Mobilität bei. Das Projekt ‚iKnowRadlogistik‘ spielt hierbei eine wichtige Rolle, denn es hat das Potential, neue Standards für die urbane Logistik zu etablieren und dadurch erheblich zu klimaneutralen und lebenswerten Städten beizutragen. Wir freuen uns darauf, dieses wichtige Thema in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit den Projektpartnern bundesweit voranzutreiben und Transparenz herzustellen", ergänzte Michael Kadow, Geschäftsführer der House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH.

Mit dem Ansatz will man auch Planungssicherheit für Stakeholder schaffen und die großflächige Verbreitung von Radlogistik auf der Letzten Meile unterstützen, heißt es weiter. Um dies optimal zu erreichen, werden in der Endphase des Projekts auch stakeholderspezifische Handlungsempfehlungen erstellt. Dabei werden primär Gruppen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft adressiert. Diese werden anschließend als Whitepaper ausgestaltet, redaktionell aufbereitet und veröffentlicht.

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