BVL-Studie: Resiliente Wertschöpfung während Coronakrise

Die Studie zu den Effekten der Covid-19-Pandemie für den Wirtschaftsbereich Logistik wurde anlässlich des Deutschen Logistik-Kongresses 2020 vorgestellt.

Wie gut konnten Logistik-Unternehmen in der Coronapandemie gegensteuern? Dieser Frage geht eine Studie von BVL und der Frankfurt University of Applied Sciences nach. (Foto: Shawn Hempel / AdobeStock)
Wie gut konnten Logistik-Unternehmen in der Coronapandemie gegensteuern? Dieser Frage geht eine Studie von BVL und der Frankfurt University of Applied Sciences nach. (Foto: Shawn Hempel / AdobeStock)
Daniela Kohnen
(erschienen bei LOGISTIK HEUTE von Therese Meitinger)

Eine gemeinsame Studie von BVL.digital und der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS), die in Kooperation mit weiteren Praxispartnern durchgeführt wurde, widmet sich der Rolle der Coronakrise für die Logistik. Sie wurde am 21. Oktober im Zusammenhang mit dem Deutschen Logistik-Kongress vorgestellt. Einer Pressemitteilung zufolge stehen dabei folgende Fragen im Vordergrund: Wie stark sind die Wertschöpfungs- und Lieferketten deutscher Unternehmen durch die Covid-19-Pandemie betroffen? Wie gut konnten die Unternehmen gegensteuern?

Für Industrieunternehmen zeigen sich der Studie zufolge die stärksten Auswirkungen in den Beschaffungskosten, der Materialverfügbarkeit und den Überkapazitäten in der Produktion. Im Bereich Logistik habe die schwankende Nachfrage und eine verzögerte Abfertigung die Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt, heißt es. Gleichwohl wurde nach Ansicht der Studienautoren im Durchschnitt die Anpassungsfähigkeit des eigenen Unternehmens höher bewertet als die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie: ein starker Indikator für widerstandsfähige Unternehmen.

Digitalisierungsgrad als Erfolgsfaktor

Als zentraler Erfolgsfaktor für die Widerstandsfähigkeit wurde der Grad der Digitalisierung ermittelt:

„Wir konnten bei den untersuchten Unternehmen einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Resilienz ermitteln”, so Prof. Dr. Oliver Schocke, Professor für Produktionsmanagement und Logistik und Studiengangsleiter Global Logistics an der Frankfurt UAS.

Mehr als 76 Prozent der Unternehmen geben in der Umfrage an, dass die Covid-19-Pandemie ihre Digitalisierungsvorhaben sogar noch beschleunigt hat.

Auch mit Blick auf die Veränderungen in der strategischen Ausrichtung der Wertschöpfungskette zeige sich, dass die Digitalisierung als Mittel der Wahl gesehen wird, heißt es: Eine Verkürzung der Wertschöpfungsketten wird zwar immerhin von 45 Prozent umgesetzt beziehungsweise. geplant, aber 80 Prozent der Unternehmen haben die Intensivierung der Digitalisierung im Blick.

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